„Dirt-Park“ macht Namen alle Ehre

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Bei aller Arbeit beim Verschönern des „Dirt-Parks“ blieb den Jugendlichen Zeit für gewagte Fahrradsprünge.

Babenhausen ‐ „Pizza ist da!“ Wie ein hungriges Wolfsrudel scharen sich die Jugendlichen um das Auto, das die leckeren Fladen im Kofferraum geladen hat. Von Veronika Szeherova

Es herrscht ein Gedränge und Geschubse, jeder will möglichst schnell seinen Magen füllen. Kein Wunder: Die jungen Leute haben den ganzen Vormittag schwer geschuftet. Und den Babenhäuser Fahrradparcours „Dirt-Park“ auf Vordermann gebracht.

Die unter den Jugendlichen sehr beliebte BMX-Strecke „Im Riemen“ war mal wieder überholungsbedürftig. Müll, Schlamm und vor allem jede Menge Unkraut machten sich dort breit – und den Radfahrern das Leben schwer. Daher sind regelmäßig Verbesserungsarbeiten unumgänglich. Seit der Eröffnung des Dirt-Parks im Juni 2008 ruft die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Babenhausen zusammen mit der Joachim-Schumann-Schule zu solchen Aktionstagen auf.

Diesmal beteiligten sich 47 Jugendliche am großen „Renovierungstag“, so viele wie noch nie zuvor. Den Kern bildete aber der Wahlpflicht-Kurs „Fahrradwerkstatt“ von der Offenen Schule Babenhausen. Lehrer Klaus Pullmann erlebte mit seinen Schülern der siebten bis neunten Klassen einen wahrlich „dreckigen“ Vormittag.

Downhill-Radprofi unterstützt die Aktion

„Der Dirt-Park hat seinen Namen heute wirklich alle Ehre gemacht“, schmunzelte Pullmann

Der Bauhof stellte die Arbeitsmaterialien – Harken, Schaufeln, Schubkarren, Spaten und Spitzhacken. Dann wurde der Unordnung auf den „Tables“ und „Doubles“ der Kampf angesagt: Die Jugendlichen jäteten Unkraut und sammelten Müll ein, fuhren Erdschichten ab, zogen Gräben, säuberten Drainagen.

„Hier ist extrem sandiger Boden“, erklärt Downhill-Radprofi Jens Staudt, „deshalb spülen die Drainagen schnell mit Sand voll und das Wasser staut sich.“ Der junge Aschaffenburger unterstützt die „Dirt-Park-Reinigungstage“ schon seit ihren Anfängen. Und ist den Jugendlichen ein guter Motivator: „Sie wollen mein Rad ausprobieren, oder dass ich ihnen Sprünge zeige. Dann muss ich sie meistens bremsen und an die eigentliche Arbeit erinnern.“

Damit die Hügel fester werden, bedarf es lehmhaltiger Erde. Wasser zum Anmischen gab es dazu jedenfalls mehr als genug.

Quelle: op-online.de

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