Dribbeltricks von den Profis

Beim Training mit den Frankfurter Skyliners lernen Jugendliche der Offenen Schule, dass nicht nur Fußball Spaß macht. Bei den Übungen mit Skyliners-Trainer Tuna Isler waren die Siebtklässler der Offenen Schule gefordert. - Foto: Hiss

babenhausen - In Amerika ist der Sport fast so populär wie Football, in unseren Gefilden gehört er aber eher einer Randsportart an: Basketball wird von vielen Kindern und Jugendlichen leicht vergessen, wenn sie sich für körperliche Aktivitäten entscheiden. Von Corinna Hiss

Um dem entgegenzuwirken geht die Frankfurter Basketball-Mannschaft Skyliners an Schulen, um den Jugendlichen einige Tricks beizubringen. So kamen jetzt die Siebtklässler der Offenen Schule Babenhausen in den Genuss, mit dem Bundesligisten zu trainieren.

In der Sporthalle tummelten sich gut 30 Jungs und Mädchen, die mit ihren Skyliner-T-Shirts darauf brannten, mehr über Basketball zu erfahren. Von den Spielern der Bundesligamannschaft war zwar keiner nach Babenhausen gekommen, jedoch vermittelten Harald Roth und Tuna Isler vom Trainerstab der Skyliners die wichtigsten Grundkenntnisse.

Schnell war die Turnhalle mit dem Geräusch aufschlagender Bälle gefüllt, die Schüler dribbelten begeistert von einer Seite der Halle zur anderen. Dabei rannten sie nicht wild drauflos: Roth gab immer Anweisungen, wie sie zu dribbeln haben. „Versucht mal, den Ball unter eurem Bein durch zu schlagen während ihr rennt“, schlug der Trainerprofi vor und die Schüler setzten die Übung sofort um. Wenn Roth und Isler an den Ball kamen, vollbrachten sie wahre Zauberkünste damit. Versiert wechselten sie die Hände, schlugen den blauweiß gestreiften Skyliners-Ball vor oder hinter ihrem Körper auf und drehten sich blitzschnell um die eigene Achse. Die motivierten Siebtklässler der Offenen Schule versuchten es, so gut es geht nachzumachen und stellten sich dabei sehr gut an.

„Das Training mit den Profis ist ein großer Spaß für die Schüler“, freute sich Jan Willand, Sportlehrer der Offenen Schule, darüber, dass die Frankfurter Basketballer nach Babenhausen gekommen sind. Unter dem Motto „Basketball macht Schule“ touren die Skyliners im Jahr durch über 100 Schulen im Rhein-Main-Gebiet. Da die Trainer sich nur einer begrenzten Anzahl an Schülern widmen können, wurden nicht alle Siebtklässler ausgewählt. Bereits im Februar fand ein Jahrgangsturnier statt. Aus jeder siebten Klasse duften nun die zwei besten Mädchen und Jungs als Belohnung mittrainieren.

„Wir wollen den Sport wieder populär machen und auch junge Leute dazu auffordern, Basketball zu spielen“, erläuterte Anja Emler, Projektleiterin der Skyliners, die Idee. Damit hat sie nicht Unrecht: Während in anderen Ländern wie den USA die Basketballer wie Superstars gefeiert werden, kennen hier nur wenige die deutschen Profis. Die Frankfurter Skyliners spielen derzeit erste Bundesliga, waren 2004 sogar Deutscher Meister.

Auch Jan Willand weiß, dass Basketball nicht unbedingt auf dem Schirm eines jeden Jugendlichen steht. „Die Eltern schicken ihre Kinder meist zum Fußball, andere Sportarten fallen oft unter den Tisch“, bedauerte der Sportlehrer.

Auch Anja Emler kann das nicht verstehen. „Beim Fußball kann es vorkommen, dass es nach 90 Minuten trotzdem null zu null ausgeht und nichts passiert ist. Das kommt im Basketball nicht vor“, schwärmte sie. Athletisch, schnell und unheimlich actionreich – dass Basketball Spaß macht, war in der Sporthalle deutlich zu spüren. „Wir machen definitv weiter“, versprachen einige Schüler nach dem Training begeistert.

Quelle: op-online.de

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