Mit Druffkapell und Lederhose

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Den erwachsenen Gästen - meist stilecht gewandet - machte das Fest viel Spaß.

Langstadt - Die Idee für dieses besondere Oktoberfest geht eigentlich auf eine Anregung des früheren Landrats Alfred Jakoubek zurück. Von Petra Grimm

„Wäre doch schön, wenn sich die Karnevalsvereine auch mal außerhalb der Fastnachtszeit treffen würden“, sagte er, als er vor einigen Jahren die Karnevalisten des Landkreises während der fünften Jahreszeit ins Kreishaus einlud. Unter ihnen auch die Fastnachter des TSV Langstadt, an der Spitze Abteilungsleiter Rüdiger Manowski. Der griff den Vorschlag Jakoubeks auf und organisierte gemeinsam mit seinem Team ein närrisches Oktoberfest. Freitagnacht erlebte es im gut gefüllten Ochsenstadl auf dem Hof der Familie Krapp mit Erfolg die vierte Auflage. „Von den 50 Karnevalsvereinen und –abteilungen, die wir einladen, kommen zehn eigentlich immer. Die weiteste Gruppe stammt aus Pfungstadt“, sagte Festorganisator Rüdiger Manowski, ein ausgewiesener Oktoberfestfan. In München ist er seit 26 Jahren dabei und auch das Oktoberfest in Frankfurt hat er in diesem Jahr zum dritten Mal besucht. Unter den Gästen beim Oktoberfest in Langstadt begrüßte Manowski jede Menge Narren aus den Babenhäuser Stadtteilen, vom CVB und dem Männerballett sowie von den Tanzmäusen aus Sickenhofen.

Auch aus Bessungen, Roßdorf, Ober-Ramstadt und anderen Orten waren Fastnachter teilweise mit Reisebussen eingetroffen, um ordentlich zu feiern. Natürlich war der gesamte TSV Langstadt gut vertreten. Christa Erbes, die sich gemeinsam mit Martin Fischer und Dennis Finke den Vorsitz des Vereins teilt, kam zwar nicht im Dirndl, dafür aber in Lederhose. „Die habe ich mir extra mal für unser Oktoberfest hier angeschafft. Das ist ja jedes Jahr“, sagte sie. Auch Kerstin Segeth, ebenfalls im TSV-Vorstand aktiv, ist immer im Ochsenstadl dabei. Ihre vierjährige Tochter Nina im roten Kinderdirndl sitzt umrahmt von ihrem Papa Christian Segeth und Opa Helmut Krapp, dem Seniorchef des Hofes, entspannt auf einem großen Stehtisch und beobachtet das fröhliche Treiben. Ist das Kleidchen extra für diesen Anlass genäht worden? „Nein, das Dirndl habe ich von einer Bekannten für Nina bekommen. Es ist schon viele Jahre alt“, erzählte Kerstin Segeth, die nicht nach München zum Oktoberfest fährt. „Denn wir haben ja jedes Jahr eins in Langstadt und da trifft man dann viele Leute, die man kennt.“

Auch die vierjährige Nina Segeth mit ihrem Papa Christian Segett und Opa Helmut Krapp, Seniorchef des Hofs, freut sich.

Die Stimmung bei der Fete mit allen Generationen war ausgelassen fröhlich. Für Musik sorgten der evangelische Posaunenchor Langstadt und der Kolonia Express aus Roßdorf, eine erfahrene Sitzungskapelle. Eine schwungvolle Einlage zwischendurch boten die Musiker der Giesemer Guggemusik Druffkapell aus Jügesheim, die auch beim Sekt- und Schnittchenabend des TVB immer gern gehörte Gäste sind. Mit deftigen bayerischen Genüssen, wie Weißwurst, Leberknödel mit Sauerkraut, Leberkäse und Obatzter, einer pikanten Käsecreme, konnte im Magen eine gute Grundlage für das Bier – natürlich in Maßkrügen – geschaffen werden. Für die Bewirtung der Gäste, mehrheitlich stilecht in Dirndl und Lederhose unterwegs, waren der Längschder Elferrat und die Große Garde unermüdlich im Einsatz.

Quelle: op-online.de

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