Edel, ob als Salat oder mit Schnitzel

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Der Genuss von frischem Spargel zog am Wochenende viele Babenhäuser in die Bummelgass’ zum Wein- und Spargelfest. Am Samstagabend spielte die Band „Troubadix“, die abseits der leckeren Speisen eine große Fangemeinde anzog.

Babenhausen - Wer am Wochenende durch die Babenhäuser Bummelgass’ spazierte oder mit dem Fahrrad fuhr hatte es nicht leicht: Gut war es für den, der das Wein- und Spargelfest vor der Stadtkirche ohnehin schon als Ziel fest angedacht hatte. Alle anderen hatten es schwer, das edle Saisongemüse und die damit verbundenen lukullischen Angebote links liegen zu lassen. Von Michael Just

Dazu trug auch das gute Wetter bei, das regelrecht zum Essen unter einem großen Sonnenschirm einlud. Das Wein- und Spargelfest beruht auf einer Initiative der Vergnügungsbetriebe Fendt und fand dieses Jahr zum fünften Mal statt.

Eröffnet wurde es von Bürgermeisterin Gabi Coutandin, am Samstagabend spielte die Band „Troubadix“. Letztere zog so viele Leute an, dass die Garnituren nicht ausreichten. Um die Weinauslage kümmerten sich zwei Winzer aus Frammersheim und Osthofen, den Spargel brachte die Familie Schildbach und damit die Inhaber des „Schwartzen Löwen“ auf den Tisch. Unter anderem fanden sich Spargelcremesuppe, Spargelsalat und Spargelgemüse wahlweise mit Schnitzel, Kotelett oder gekochtem Schinken auf der Karte. Direkt vom Erzeuger gab es auch Spargel und Erdbeeren zum Mitnehmen. Wer noch mehr Einkaufen wollte, bekam dazu Gelegenheit: Viele Geschäfte in der Fahrstraße nahmen die Möglichkeit zum verkaufsoffenen Sonntag war.

Dass es in den vergangenen Wochen vor allem in den Stadtteilen schon das eine oder andere Spargelfest gab, sieht Organisator Helmut Fendt nicht als problematisch an: „Das Wichtigste ist doch, dass solche Termine nicht auf den gleichen Tag fallen.“

Insgesamt hielt sich das Wein- und Spargelfest mit einem Karussell sowie einem Eis- und Textilstand in einem überschaubaren, aber gerade deswegen gemütlichen und familiären Rahmen. Das sei auch so gewollt, erläutert Organisator Fendt: „Wir wollen das nicht ausdehnen, da es schon genug Märkte in der Stadt gibt. Das würde absolut nichts bringen, wenn hier noch ein weiterer Kramer-Markt entsteht.“

Laut dem Babenhäuser könne man einen größeren Markt durchaus realisieren – Anfragen von Beschickern als auch in diese Richtung zielende Vorschläge von Geschäftsinhabern, „die Bummelgass’ doch voll zu machen“, lägen bereits vor. Doch daran habe man, so Fendt, kein Interesse. Er befürchtet, dass, wenn man zu viel „auffahre“, das Flair der Veranstaltung verloren ginge. „Weniger ist manchmal eben mehr“, bringt es Fendt auf den Punkt und schickt noch hinterher, dass man Schwerpunkte setzen müsse: „Wer Halli-Galli will, der kommt beim Altstadt-Fest wieder auf seine Kosten.“

Quelle: op-online.de

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