Auszeichnungen und Erinnerungen

Ehrenbrief für „Mister FSV“

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Fast 40 Jahre Vereinsarbeit beim FSV Mosbach in erster Reihe: Für sein Engagement erhielt Peter Geis von Landrat Klaus-Peter Schellhaas (rechts) den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Mosbach - Erinnerungen an längst vergangene Zeiten gehörten zur Jubiläumsfeier des FSV Mosbach. Mit einem abendfüllenden Programm, bestehend aus Ehrungen, Grußworten und jeder Menge Showeinlagen, wurde in der Mehrzweckhalle die Gründung vor 90 Jahren begangen. Von Michael Just 

Fußball auf einer Wiese zu spielen, wo sonst Tiere grasen, kann sich heute niemand mehr vorstellen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das vielerorts normal. In Mosbach schoss man Tore auf einem Geläuf, das auch den Pferden der Postkutsche als Auslauf diente. Viele Erinnerungen riefen die Moderatoren Frank Kurz und Peter Geisenhof, erster und zweiter Vorsitzender, zur Jubelfeier wach.

Gleich zu Beginn stand die Verleihung des Landesehrenbrief an Peter Geis durch Landrat Klaus-Peter Schellhaas an. Fast 40 Jahre lang begleitete Geis – vom Jugendtrainer, über Rechner und Schriftführer, bis hin zum ersten Vorsitzenden – fast alle erdenklichen Ämter im Verein. Der Begriff „Mister FSV“ entstand nicht von ungefähr.

Kurz nach Peter Geis wurde Thomas Fuhry zum Ehrenspielführer ernannt. Die Zahl seiner Pflichtspiele für den FSV zeugen von einem langen Fußballerleben, das schon als Kind begann und das den Heimatverein nie aus den Augen verlor.

Seit 70 Jahren gehört Ferdinand Schlett (Mitte) dem FSV an. Keiner ist so lange dabei wie er. Von den Vorsitzenden, Frank Kurz und Peter Geisenhof, gab es dafür Urkunde und Präsent.

Mit viel Emotionen war die Auszeichnung treuer Mitglieder verbunden, vor allem jener Moment, als Fedinand Schlett separat auf die Bühne geführt wurde. Mit 70 Jahren ist keiner so lang im Verein wie er. Weitere große, runde Jubiläen feiern in diesem Jahr Franz Klier (65 Jahre) sowie Walter Bugar, Werner Höreth, Willi Schönig, Peter Geis, Karl-Dieter Müller, Kurt Kurz, Herbert Dries, Helmut Groß und Gerhard Günther (alle 60 Jahre).

Landrat Schellhaas überraschte in seiner Begrüßung mit einem Lob für alle Mosbacher: Das Zusammengehörigkeitsgefühl sei in diesem Ort einmalig. Die Menschen seien noch füreinander da. Die Arbeit von Vereinen wie dem FSV nannte der Landrat unentbehrlich für die Entwicklung von Kernkompetenzen wie Verantwortung, Gewinnen und Verlieren oder das Streben nach gemeinsamen Zielen.

Bürgermeister Reinhold Hehmann erinnerte daran, dass der FSV bis in die 70er Jahre ein Einspartenverein nur für Fußballer war. Mit dem Bau der örtlichen Mehrzweckhalle seien dann drei weitere Abteilungen – Gymnastik, Herzsport und Volleyball – hinzugekommen. Dass diese nicht, wie damals diskutiert, einen eigenen Verein gründeten, sieht Hehmann heute als die richtige Entscheidung. Mit den Synergieffekten habe sich der FSV zu einem der großen Kulturträger in der Gemeinde entwickelt. Beweis seien unter anderem das Oktoberfest oder der Familienfasching.

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Derzeit zählt der Verein rund 560 Mitglieder. Neben Fußball bildet die Gymnastik das breite Rückgrat des FSV. Gruppen gibt es für Kinder, Frauen und Männer, dazu ein Aerobic- und Zumba-Angebot.

Bei der Jubiläumsfeier gaben die Zumba-Tänzerinnen Einblicke in ihre Arbeit, genauso wie die Kindergarde. Mit der Jazztanzgruppe „Micando“ aus Groß Ostheim sowie einem Helene-Fischer-Double bot das Programm weitere Schmankerl. Das Jubiläumsjahr des FSV wird am Samstag, 16. Juni, mit einem Sporttag fortgesetzt, an dem sich alle Vereinssparten präsentieren. Beim Oktoberfest im Herbst wird die Gründung vor 90 Jahren ebenfalls Eingang finden.

Quelle: op-online.de

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