Angelsportverein feiert 50-jähriges Bestehen und 40. Fischerfest

Eigenkreationen locken an den Teich

Die Idylle direkt am Langstädter Angelteich nutzten am Wochenende viele Ausflügler, um Fisch zu essen. Fotos: Grimm

Langstadt – Vor 50 Jahren hoben zehn Männer auf Initiative von Helmut Greiner, der auch der erste Vorsitzende wurde, den Angelsportverein Langstadt aus der Taufe. VON PETRA GRIMM

Im Dezember 1969, im Monat der Vereinsgründung, wurde bereits der erste Spatenstich für den Aushub des Teichs auf dem Vereinsgelände am Ortsrand ausgeführt. So feierten die Petrijünger des Stadtteils bei ihrem traditionellen, zweitägigen Fischerfest nun ein Doppeljubiläum, nämlich 50 Jahre Fischteich und 50 Jahre ASV. Außerdem ging das beliebte Fischerfest zum 40. Mal über die Bühne.

Am idyllischen Angelteich, der dank der Beziehungen von Greiner zu den Amerikanern damals unter großen Anstrengungen mit schwerem Gerät aus Beständen der US-Armee angelegt wurde (wir berichteten), steppte am Wochenende der Bär. Das Fest ist ja jedes Jahr sehr gut besucht, aber da zum Jubiläum mit der Partyband „F(r)eierfall“ und dem Posaunenchor auch noch Live-Musik geboten wurde, feierten selbst Samstagabend bei Regenwetter über 400 Besucher mit dem Jubiläumsverein und ließen sich die verschiedenen Köstlichkeiten aus Neptuns Reich schmecken.

„Wir haben über die Jahre zum Glück genug Zelte und Überdachungen angeschafft, sodass bei uns kein Besucher wegen Regen gehen muss“, sagte der zweite Vorsitzende Helmut Pauly, der vor den Gästen und Gratulanten, darunter Bürgermeister Joachim Knoke und Ortsvorsteher Günther Eckert, einen Blick in die Historie des 55 Mitglieder zählenden Vereins unter dem Vorsitz von Werner Götschel lieferte.

Zwei der Gründungsmitglieder leben noch, neben Helmut Greiner der 90-jährige Kurt Schweingruber, der das älteste Vereinsmitglied ist. Als erstes Domizil auf dem Vereinsgelände habe ein alter Wohnwagen gedient, sagte Pauly. Erst im Jahre 1989 wurde das heutige Vereinsheim bezogen, das mit viel Eigenleistung der Mitglieder gebaut wurde. „In den Jahren 2004 und 2005 wurde der verschlammte Teich ausgepumpt, um etwa einen Meter auf 2,20 Meter vertieft und mit Steinen eingefasst“, berichtete Pauly, der auch an den Bau der großen Gerätehalle von 2015 bis 2016 erinnerte. Zum ersten Fischerfest lud die Truppe 1979 ein, damals wurde mit zwei Festzeltgarnituren gefeiert.

Heute ist mit mehreren hundert Gästen über beide Tage „die Obergrenze für uns erreicht“, sagte Pauly, dankbar, dass neben den Mitgliedern auch viele Familienangehörige und Freunde mit anpacken und Dienste übernehmen. „Ohne die könnten wir es nicht mehr schaffen“. Auch ohne die Landwirte, die dem Verein ihre Wiesen als Parkplätze beim Fest überlassen, ginge es nicht, so der zweite Vorsitzende.

Besonders tatkräftigen Mitgliedern dankte der Verein mit einem Geschenk. So engagieren sich das Ehepaar Roswitha und Werner Götschel, die beide seit 1990 Mitglieder sind, an vorderster Front. Sie ist seit 18 Jahren als Schriftführerin aktiv und er zunächst als zweiter Vorsitzender und seit 1993 mit dreijähriger Unterbrechung als erster Vorsitzender. Als zwei Männer, die bei allen Arbeiten dabei sind, lobte Pauly den Gewässerwart Ralf Rau und Stephan Specht, der zwei Jahre Vorsitzender war und als Elektriker für den Verein und das Fischerfest unverzichtbar sei. Als sportliches Aushängeschild kam Ottmar Fischer zu Ehren, der seit 41 Jahre aktiver Angler ist.

Zum „Mister Fischerfest“ ernannte er Volker Schmitt, der seit seinem Vereinseintritt 1986 als Rechner im Vorstand ist. Schmitt organisiere den kompletten Einkauf, backe den Wildlachs und bereite den beliebten Kartoffelsalat, der in Unmengen verspeist wird, mit seiner Soßen-Eigenkreation zu. Und tatsächlich ist sein Wildlachsfilet mit Kräutersoße ein kulinarisches „Alleinstellungsmerkmal“ der Langstädter Angler, die außerdem gebackene und geräucherte Forellen, Calamares, Fischstäbchen und -brötchen im Angebot hatten.

Natürlich kamen auch die Fleischesser unter den Gästen mit Würsten und Steaks auf ihre Kosten.

Pauly vergaß auch nicht, den zahllosen Helfern hinter den Kulissen zu danken, die unter anderem fünf Zentner Kartoffeln geschält hatten, stundenlang das Spülmobil bedienten oder die Fischbrötchen belegten.

Quelle: op-online.de

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