Mix aus Eigenleistungen und Vergaben

Babenhausen - (st) Zu einem Informationsgespräch über das künftige städtische Engagement in Sachen Klimaschutz hatte Bürgermeisterin Gabi Coutandin die Vertreter der Fraktionen eingeladen. „Wir Kommunen tragen mit unserem Energieverbrauch erhebliche Verantwortung für den Klimaschutz.

Wir sind große Energieverbraucher mit unseren Hallen, Bürgerhäusern, Kindergärten und Verwaltungen. Hier können wir durch Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen Umwelt und städtischen Geldbeutel schonen. Gleichzeitig haben wir viele Möglichkeiten, durch Baurecht und bei der Verkehrsplanung die Nutzung erneuerbarer Energien und die Verminderung von Schadstoff-Emissionen voranzubringen“, so Coutandin in einer Stellungnahme.

Nach ihren Vorstellungen soll das städtische Maßnahmenpaket verschiedene Handlungsfelder aufgreifen. Fachbüros sollen dabei einen Teil der Maßnahmen und Projekte in städtischem Auftrag durchführen. „Wir müssen nicht extra Personal einstellen, um zeitlich befristete Projekte durchzuführen. Sondern wir sollten uns die Fachkompetenz von außen einkaufen, zumal es erhebliche Zuschüsse dafür gibt.“

Als Beispiel nennt Coutandin die Untersuchung der städtischen Liegenschaften auf Energieeffizienz und die Erstellung entsprechender Handlungsempfehlungen. „Für dieses Projekt erwarten wir einen Zuschuss von 80 Prozent. Den erhalten wir nicht, wenn wir die Untersuchung selbst durchführen. Da sollten wir wirtschaftlich denken, zumal wir eine renommierte Firma zu günstigen Konditionen verpflichten können.“

Eine weitere Säule städtischer Klimaschutzpolitik soll ein breites Angebot für Energieberatung sein. Bürger und Unternehmen könnten sich über Vorträge, Einzelberatungen und bei Aktionen über technische und bauliche Maßnahmen informieren sowie Fördermöglichkeiten kennenlernen. Energiemessen, Wettbewerbe und gute Beispiele sollen für Publicity sorgen. Auch hier möchte die Verwaltungschefin ein namhaftes Büro mit der Durchführung beauftragen.

Neben innovativen Ideen für neue Baugebiete und Verkehrsplanungen möchte Coutandin vor allem die Entwicklung eines kommunalen Energiekonzeptes auf den Weg bringen. „Hier brauchen wir einen Energie-Tisch, an dem lokale und regionale Akteure ihr Wissen und ihre Interessen zusammenführen und gemeinsam Babenhausen nach vorne bringen.“ Auch die Mitarbeit im kommunalen Klimabündnis soll vorbereitet werden.

„Als Anlaufstelle, zur Koordinierung und Steuerung der Maßnahmen sowie für innovative Impulse brauchen wir in der Verwaltung eine ausgewiesene Fachkraft - den Umweltkoordinator.“ Allerdings sei die seitherige Stellenausschreibung sehr allgemein gehalten und werde den fachlichen Anforderungen nur teilweise gerecht. Außerdem sei nicht berücksichtigt worden, dass die Vergabe an Fachbüros Zeit und Geld spare. Hier will Coutandin „Qualität sichern und gleichzeitig für Kosteneffizienz sorgen“. Nach Prüfung des erforderlichen Personalaufwands soll eine entsprechend modifizierte Ausschreibung erfolgen.

Quelle: op-online.de

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