Einblicke für die künftigen Tierpfleger und Mechaniker

Michael Funk, Zweiradmechaniker beim Zweirad Shop Niederhofer zeigt interessierten Schülern die Feinheiten eines Rades.Foto: Verena Scholze

Babenhausen - „Ich weiß schon genau, was ich werden will“, erzählt Sabine. Tierpflegerin oder Tierarzthelferin ist der Traumberuf der 15-jährigen Schülerin. Da trifft es sich gut, das dieses Jahr die Tierarztpraxis Gehb bei der Jobbörse vertreten ist. „Ich werde mich hier ausführlich über den Beruf informieren“, freut sich Sabine.

Ihre Freundin Anna ist noch wankelmütig. „Ich bin mir noch gar nicht sicher, was ich mal machen möchte“, sagt sie und erzählt weiter: „Ich werde mich bei den größeren Firmen mal umhören. Diese bieten ja teilweise viele verschiedene Berufsbilder an, vielleicht bekomme ich da eine Vorstellung meines zukünftigen Berufs.“

Die 11. Job-Info Börse ist eine Kooperation der Kinder-und Jugendförderung Babenhausen sowie der Joachim- Schumann-Schule und der Offenen Schule. Die Organisatoren des Berufsinformationstages setzen sich auch dieses Jahr aus den Schulsozialarbeiterinnen Rita Boßler und Renate Mertens, Barbara Meuer, Hauptschullehrerin und zuständig für den Hauptschulzweig der Offenen Schule, sowie dem städtische Jugendpfleger Michael Spiehl zusammen. Unterstützt wurde das Quartett von einem Projektteam aus zehn Schülern. So hatten diese die Aufgabe, Firmenrecherche zu betreiben und Anschreiben an Betriebe zu versenden. Erste Kontakte wurden durch die Schüler hergestellt. „Es bedeutet für das Team natürlich einen Mehraufwand, aber den Schülern stellten sich Aufgaben, die später im Beruf auch bewältigt werden müssen“, erzählt Jugendpfleger Michael Spiehl.

Der Berufsinformationstag ist für insgesamt 270 Schüler von der achten bis zur zehnten Jahrgangsstufe sowie für die Hauptschüler der Eduard-Flanagan Schule gedacht. „Dieser Tag soll den Schülern Orientierungshilfen in Sachen Berufswahl bieten und ihnen helfen, ihr Wünsche und Vorstellungen zu konkretisieren“, so Spiehl. Den Jugendlichen standen kompetente Ansprechpartner der 47 Firmen zur Verfügung.

„Die Schüler haben sich vorab für mindestens zwei Firmen entschieden“, berichtet Spiehl. „In den stattfindenden Workshops werden die Jugendlichen einen Einblick in die Berufsbilder erhalten und können ihre Fragen stellen.“ Es wurde bewusst auf einen Messecharakter verzichtet, um den Interessenten die Hemmschwelle beim Ansprechen zu nehmen und um Orientierungslosigkeit zu vermeiden. Die Schüler gehen von einem Workshop in den nächsten und sind vorbereitet. Einige Betriebe bieten die Möglichkeit des Besuches vor Ort. Schüler und Begleitpersonen können diese Betriebe dank der Unterstützung einiger Babenhäuser Vereine und Institutionen, wie dem TV Babenhausen, der katholischen Kirchengemeinde, der Schulmensa, der Kinder- und Jugendförderung, der evangelischen Kirchengemeinde sowie der Eduard-Flanagan-Schule mit Kleinbussen schnell und bequem erreichen.

Andere Firmen wie Merck, Sparkasse, DM Drogerie, Zweirad-Shop-Niederhofer oder die Bundeswehr präsentieren sich den Schülern zum Anfassen nah. Michael Funk, Zweiradmechaniker beim Zweirad-Shop-Niederhofer hatte bereits auch einige Interessenten. „Viele können sich unter einem Zweiradmechaniker nichts vorstellen“, sagt er und freut sich, den Schülern seit Jahren das Berufsbild näherbringen zu können.

„Die Berufsbörse ist gelungen“, strahlt Marcus (16). „Ich habe mich im Bereich der chemischen Berufe informiert und möchte gerne in dieser Richtung eine Ausbildung machen.“

Quelle: op-online.de

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