Eine der ganz Starken im Landkreis

+
Die Bergung „Verletzter“ gehörte zur Übung.

Hergershausen - 55 Nachwuchsfeuerwehrleute aus alle Stadtteilen legten sich am Samstagnachmittag ins Zeug, um das Bürgerhaus zu löschen und die drei Verletzten aus dem Gebäude zu holen. Von Petra Grimm

Mit der gemeinsamen Übung aller fünf Jugendfeuerwehren der Stadt startete das zweitägige Geburtstagsfest zum 40-jährigen Bestehen der Hergershäuser Jugendfeuerwehr.

Wie im echten Leben bei Einsätzen der Aktiven üblich, wurden die Jugendfeuerwehren Hergershausen und Sickenhofen gemeinsam alarmiert. „Die Übung ist so aufgebaut, wie es im Ernstfall stattfindet“, erklärte der Hergershäuser Wehrführer Ralf Aumann. Wegen der niedrigen Tagesalarmstärke, also der zu geringen Anzahl von Feuerwehrleuten, die tagsüber, während ihrer Arbeitszeit zu Einsätzen ausrücken können, werden die beiden benachbarten Feuerwehren zusammen alarmiert. „Wenn dann noch mehr Einsatzkräfte nötig sind, werden weitere Babenhäuser Feuerwehren nachalarmiert. So war es jetzt auch bei dieser Übung der Jugendfeuerwehren“, erklärte Ralf Aumann. Unter der Einsatzleitung von Nico Gruber klappte die Zusammenarbeit der Ortsteile gut.

So konnte beim anschließenden „Hessischen Abend“ fröhlich gefeiert werden. Einen Rahmen für Glückwünsche und Grußworte bot die vom Jugendfeuerwehrwart Daniel Kunkel moderierte Akademische Stunde. „Einen Dank an alle, die während der 40 Jahre die Verantwortung dafür getragen haben, dass sich die Hergershäuser Jugendfeuerwehr zu einer der ganz starken im Kreis entwickelt hat“, überbrachte Landrat Klaus Peter Schellhaas. 23 Jugendliche werden derzeit im Stadtteil bei den „Firebusters“ zu Feuerwehrleuten ausgebildet.

Unter den Gründern der Jugendfeuerwehr und der erste Jugendfeuerwehrwart war Josef Kriegisch, der seither auch für die Brandschutzerziehung der Kindergartenkinder im Einsatz ist. Als erster Jugendgruppenleiter engagierte sich Heinrich Grimm.

Unter den Gratulanten waren Bürgermeisterin Gabi Coutandin, der stellvertretende Ortsvorsteher Thomas Schindler, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Kai Pasek, Stadtjugendfeuerwehrwart Frank Herdt, Inge Heckwolf für die evangelische Kirchengemeinde, Hans-Jürgen Lohde für die Ortsvereine und die Kindergartenleiterin Eva Maria Hartmann, die ein selbst gemaltes Bild der Kindergartenkinder als Geschenk überreichte.

Dass die Jugendfeuerwehren heute im Konkurrenzkampf mit vielen anderen Freizeitbeschäftigungen der Kinder stehen, betonte Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick. Die Ehrengäste lobten die gute Nachwuchsarbeit im Stadtteil, die durch die offizielle Gründung der Kinderfeuerwehr an diesem Abend einen weiteren Impuls erhält. Laut Manuel Feick gibt es bereits rund 30 im ganzen Landkreis.

Die neu gegründeten „Firekids“ – der Name wurde durch einen Wettbewerb unter den Grundschulkindern gefunden - werden Sechs- bis Zehnjährige aufnehmen. Daniel Kunkel stellte den Gästen im Festzelt das Logo, ein Elefant mit Helm und Blaulicht, und die drei zukünftigen Betreuer der Kinderfeuerwehr vor. Beate Wadephul, Annette Gruber und Pierre Gaudier laden alle interessierten Kinder am Donnerstag, 9. Juni, von 16 bis 18 Uhr zur ersten Gruppenstunde ein. Neben dem Kennenlernen der Feuerwehrausrüstung und des Fahrzeugs werden Basteln, Spielen, Kochen und Ausflüge zum Programm gehören.

Für weitere Unterhaltung beim Jubiläumsfest, das die Jugendfeuerwehr organisiert hatte, sorgten am Sonntag ein Frühschoppen mit der Jugendstadtkapelle Seligenstadt, jede Menge Spiele für die kleinen Festbesucher, Vorführungen mit einer Brandsimulationsanlage, ein Auftritt des Gesangvereins Liederkranz und das Angebot mit Hilfe eines Krans aus luftiger Höhe einen Blick auf Hergershausen zu werfen. Rund 110 Helfer haben zum Gelingen des Festes beigetragen.

„Alle haben mitgeholfen, aktive und passive Mitglieder und Familienangehörige“, sagte die Vereinsvorsitzende Anita Ullrich.

Quelle: op-online.de

Kommentare