Wo einst ein Schafstall im Weg stand

Hergershausen - Während die Teilnehmer des Osterspaziergangs im vergangenen Jahr mit winterlichen Temperaturen und einem Schneeschauer zu kämpfen hatten, lief ihnen am Montagnachmittag dagegen der Schweiß von der Stirn: Die CDU im Ortsbeirat hatte zum 14. Mal zum gemeinsamen Marsch mit anschließendem Kaffeetrinken im Bürgerhaus eingeladen. Von Petra Grimm

Rund 140 kleine und große Bürger, nicht nur aus Hergershausen, fanden sich zum Start am Dalles ein. Ortsvorsteher Horst Grimm begrüßte unter den Spaziergängern auch den CDU-Landratskandidaten Harald Buschmann und informierte darüber, was sich im zurückliegenden Jahr im Stadtteil getan hat und was in den kommenden Monaten ansteht.

Termine: Am 29 Mai ist eine Biotop-Tour geplant und am 13./14. Juni die „Tage der offenen Gärten und Höfe“.

So hatte die inzwischen abgeschlossene Kanalsanierung zwei Jahre lang für viele Baustellen im Ort gesorgt. „Die Kosten für die Stadt liegen bei 1,8 bis zwei Millionen Euro. Die erneuerte Rodgaustraße kostet nochmal 280 000 Euro extra“, sagte Horst Grimm, der die Behinderungen für die Anwohner durch die Baumaßnahmen bedauerte. Jetzt stünden noch Reparaturen an der Straße „Zur Bachwiese“ an.

Die Bauarbeiten an den ersten Straßen im Neubaugebiet sollen Anfang Mai starten. Los geht es mit den beiden Straßen „Im Seegarten“ und „Am Mühlstein“. Der Kleinkinderspielplatz im Neubaugebiet ist inzwischen fertig gestellt und wird fröhlich genutzt. Die Jagdgenossenschaft habe beschlossen, den Weg ab der Gärtnerei Höfig bis zum Funkmastturm, der von vielen Radfahrern genutzt wird, auszubauen, sagte Grimm.

Als größte Maßnahme in diesem Jahr nannte der Ortsvorsteher den Umbau der Alten Schule, die die Hergershäuser und ihre Gäste dann auch als erste Station des Spaziergangs ansteuerten.

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Es soll ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Grimm erläuterte die Kosten des Projekts. So schlage der Ankauf mit 300 000 Euro und der Umbau mit 516 000 Euro zu Buche. An Fördermitteln im Rahmen der Dorferneuerung erhalte man 264 000 Euro.„Da die Dorferneuerung aber bereits ausgelaufen ist, müssen wir bis September fertig sein, um die Fördermittel zu erhalten“, erklärte der Ortsvorsteher. Ein Trägerverein zur Verwaltung des historischen Gebäudes, das von Vereinen und freien Gruppen genutzt werden kann, soll so bald als möglich gegründet werden.

Der nächste Halt der Truppe war am „Schafsplatz“ direkt neben der Schule und gegenüber der Kirche. An dieser Stelle befand sich früher eine Schäferei und die Straße, die heute Rodgaustraße heißt, war damals eine Sackgasse. Denn der Schafstall versperrte an dieser Stelle den Weg aus dem Dorf heraus. Den Durchgang, durch den die Rodgaustraße auf die Kreisstraße führt und der das Dorf an dieser Stelle „geöffnet“ hat, gibt es erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Dieser Platz wird von der Arbeitsgruppe „Grün“, die sich während der Dorferneuerung gegründet hat, noch mit Pflanzen verschönert. „Außerdem wollen wir zwei Bänke aufstellen und einen Brunnen errichten. Der alte Schacht ist noch vorhanden“ erläuterte der Ortsvorsteher.

Dann ging es raus aus dem Dorf zur historischen Mühle, an der eine alte Brücke durch eine Holzbrücke für Fußgänger ersetzt werden soll. Unterwegs suchten die Kinder Ostereier und nach etwa eineinhalb Stunden Spaziergang erreichten sie die österlich geschmückte Kaffeetafel im Bürgerhaus und stärkten sich mit Kuchen.

Quelle: op-online.de

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