Mehr Geld fürs Vergnügen

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Die Kinder haben Spaß im Bad. Künftig wird dieser aber teurer werden.

Babenhausen - Für das Schwimmvergnügen müssen die Babenhäuser in der neuen Saison tiefer in die Tasche greifen. Das Stadtparlament hat am Donnerstagabend eine Erhöhung der Eintrittspreise beschlossen. Gegenstimmen gab es nicht, aber einige Enthaltungen. Von Stefan Scharkopf

Demnach wird ab Mai eine Erwachsenenkarte drei Euro (bisher 2,50 Euro) kosten. Kinder zahlen statt bisher 1,50 nun 1,80 Euro. Auch die Dauerkarten verteuern sich, Erwachsene zahlen 55 Euro (bisher 40), ermäßigte Karten kosten dann 30 Euro, nicht wie zuvor 18. Der zweite Erwachsene in der Familie berappt 40 Euro, zwei Kinder jeweils 20 Euro, jedes weitere Kind ist frei – macht zusammen 135 Euro. Zum Vergleich: 2011 kostete eine Familienkarte für zwei Erwachsene und drei Kinder 95 Euro. Ursprünglich war dran gedacht, für die Familienkarte 155 Euro zu verlangen. Davon waren die Parlamentarier aber abgekommen und schlugen im Finanzausschuss 135 Euro als Kompromiss vor. Die Dutzendkarten für Kinder schlagen mit 15 zu Buche, für Erwachsene mit 30.

600 .000 Euro Zuschuss von der Stadt

Für die Grünen ist die Erhöhung keine Werbung für eine familienfreundliche Stadt. Sie schlugen vor, für das zweite Kind einer Familie nur zehn Euro zu verlangen (also insgesamt 125 Euro). Diesem Vorschlag stimmten außer den Grünen selbst nur noch vereinzelt Unionsabgeordnete zu.

Die Verwaltung erhofft sich durch die Erhöhung dem Verlustgeschäft Schwimmbad etwas entgegenzuwirken, rund 10.000 Euro Mehreinnahmen soll es pro Saison dadurch geben. Bislang kassiert die Stadt rund 60.000 Euro an Eintrittsgeld.

Dass die Preise anziehen ist keine Überraschung. Als das Freibad nach der Sanierung im vergangenen Mai wieder seine Tore öffnete, waren die Preise stabil geblieben. Jetzt wird erhöht. Der Betrieb des Schwimmbads ist ein Minusgeschäft für die Stadt. Vor der Sanierung, so Andrea Möbius (FDP), betrug der städtische Zuschuss jährlich 300.000 Euro, jetzt sind es 600.000. Hans-Jürgen Lohde (SPD) sagte, dass die Stadt sich im Prinzip das Freibad gar nicht leisten könne. Dennoch halte man an dem Freizeitangebot fest. Durch die Erhöhung könne das Defizit nicht nennenswert abgebaut werden. Die Erhöhung, so Lohde, sei „sozial verträglich und angemessen“.

Quelle: op-online.de

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