Digitale Welt soll keine Falle sein

Babenhausen - Die digitale Welt bietet jede Menge Informationen und erleichtert vieles im alltäglichen Leben. Eintauchen in die Welt aus Bits und Bytes macht Spaß. Von Stefan Scharkopf

Da der Umgang mit Computer, Internet und Handy für Kinder und Jugendliche neben großen Chancen aber auch ein erhebliches Gefährdungspotenzial mit sich bringt, ist eine erfolgreiche und sichere Medienarbeit in der Schule wie zuhause nur unter Einbeziehung der Eltern möglich.

Unterstützung hierzu bietet die erste Präventionswoche in Babenhausen mit dem Titel „Chancen und Risiken im Umgang mit neuen Medien“. Organisiert wurden sie von der Kinder- und Jugendförderung, der Offenen Schule, der Schule im Kirchgarten und dem Präventionsrat der Stadt Babenhausen.

Um Mütter und Väter zu sensibilisieren wird für Dienstag, 8. November, 20 Uhr, zu einem Elternabend in die Stadthalle Babenhausen eingeladen. „Ins Netz, aber sicher! Durchblick im digitalen Leben“, heißt der Vortrag von Günter Steppich, Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt Wiesbaden. Eltern müssen die Mediennutzung ihrer Kinder aktiv begleiten und sich kritisch damit befassen, doch dazu sind detaillierte Kenntnisse über digitale Medien und das Nutzungsverhalten der Kinder erforderlich. Diese sollen auf dieser Veranstaltung vermittelt werden.

Jugendgefährdende Inhalte und Schutz der Privatsphäre

Jugendgefährdende Inhalte (Pornographie, Gewaltvideos, indizierte Spiele), Schutz der Privatsphäre und Online-Mobbing sind einige der Themen, die angesprochen werden. Einen Überblick über diese Themen können sich Interessenten schon mal unter www.medien-sicher.de verschaffen. Anmelden können sich Eltern bis 3. November über das Formular, das ihre Kinder in der Schule erhalten haben.

In der Präventionswoche selbst werden die neuen Medien aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet: So gibt es etwa einen Workshop für Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren, in dem die Schüler lernen, wie sie Seiten im Internet finden, die für sie gemacht sind. Wie lege ich mir eine Liste meiner Lieblingsseiten im Browser an? Woran erkenne ich eigentlich eine tolle Seite? Und was mache ich, wenn ich einmal auf eine Seite stoße, die mich erschreckt oder mir Angst macht? Diese Fragen werden angesprochen. Eingeladen sind Eltern von Kindern ab dem Grundschulalter.

„Online surfen, spielen und plaudern“

„Online surfen, spielen und plaudern“, lautet das Thema für etwas Ältere. Wer sich im Internet zurecht finden will, muss auch verstehen, wie es funktioniert: Wie kommt das Internet in meinen Computer? Wer „macht“ das Internet? Wo finde ich gute Seiten zum Chatten, Spielen oder zu Themen, die mich interessieren? Warum kostet das Internet eigentlich nichts, und weshalb wollen manche im Netz meine Adresse und Papas Kontonummer wissen?

„Vernetzt im Netz“ heißt ein Workshop für Teenager im Alter von 13 bis 14 Jahren. In sozialen Netzwerken kann ich andere Leute treffen und mich anderen zeigen. Welche Angebote gibt es für Teenager, welche speziell für Mädchen? Worauf muss ich achten, wenn ich bei SchülerVZ & Co unterwegs bin? Welche Infos in meinem Profil gebe ich preis, welche persönlichen Daten gehören nicht ins Netz? Welche Regeln im Umgang miteinander muss ich einhalten und was tue ich, wenn sich jemand mir gegenüber falsch verhält?

Mehr Internetnutzer über 50 Jahren als Jugendliche

Kinder und Jugendliche finden spielend leicht Zugang zu digitalen Medien, denn sie wachsen damit auf. Dabei gibt es in Deutschland mehr Internetnutzer über 50 Jahren als Jugendliche. Und das zu Recht, denn das Netz bietet Interessierten jeden Alters vielfältige Möglichkeiten. Um sich im Internet zurecht zu finden, hilft es, einige Grundlagen zu kennen, die den sogenannten Silversurfern vermittelt werden. So gibt es auch ein Angebot für die Generation 50+.

Seit Anfang 2010 sind Referenten mit Unterrichtskonzepten für die Sekundarstufen I und II bundesweit unterwegs, um Schülern klare und einfache Verhaltensregeln für den sensiblen Umgang mit ihren persönlichen Daten im Netz näher zu bringen und sie zu sensibilisieren.

Diese Kurse, Workshops, Infoveranstaltungen sind über den entsprechenden Flyer-Abschnitt bei der Kinder- und Jugendförderung anzumelden. Für jedes Angebot gibt es eine Teilnehmerbegrenzung und eine Zielgruppe bzw. Vorgabe nach Alter. Teilnehmende Schüler werden vom Unterricht freigestellt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Oleg Rosental

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