Empfang für Elsässer beim Schlossherrn

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Restauriert: die Auffahrt vom Torhaus zum Schloss.

Babenhausen - (st) 2009 jährt sich zum 25. Mal die Verschwisterung von Babenhausen und Bouxwiller. Aus diesem Anlass war auch eine kleine Delegation aus Bouxwiller nach Babenhausen gekommen, um dieser Tage für das Elsass, das „Hanauerland“, für Bouxwiller zu werben.

In Begleitung von Robert Bittendiebel, dem Vizepräsidenten des Vereins der Museumsfreunde, befanden sich Laure Lickel, in Bouxwiller zuständig für Historie, Heimat und Museum, Christine Wolf vom Info-Büro der Stadt sowie Barbara Moi. Im kleinen Saal der Stadthalle konnten viele Gespräche geführt werden, mit guten alten Bekannten, Vertretern der Stadt und der Vereine und Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Empfang im Schloss mit (von links) Dr. Klaus Lötzsch (HGV), Schlossherr Spartak Arushanyan, Robert Bittendiebel (Vizepräsident Museumsverein Bouxwiller), Christine Wolf, Laure Lickel (beide Bouxwiller).

Mit dem Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen wurde für das Jubiläumsjahr ein kleines wechselseitiges Besuchs- und Veranstaltungsprogramm beschlossen. Ihrem Wunsch, dass Schloss zu besichtigen, beantwortete der neue Schlossherr Spartak Arushanyan mit einer Einladung an die Elsässer zu einem kleinen Empfang in den frisch restaurierten Räumen des Torhauses. Der Dolmetscher und Architekt Igor Keler präsentierte bei dieser Gelegenheit die neuesten Pläne über die Umgestaltung des Schlosses. Dr. Klaus Lötzsch erläuterte die verschiedenen baugeschichtlichen Epochen und das Leben der Schlossbewohner vor Jahrhunderten. Der Schlossherr, ein gebürtiger Armenier, freute sich über den Besuch der Gäste aus dem französischen Elsass. „Viele meiner Verwandten fanden in Frankreich eine neue Heimat“,ließ er über den Dolmetscher sagen. Robert Bittendiebel ergänzte: „Es ist ein Elsässer protestantischer Pfarrer gewesen, Paul Berron, der nach dem Ersten Weltkrieg in Straßburg die Rettung vertriebener Armenier in Frankreich organisiert hat.“

Die Elsässer Gäste waren von den bereits erfolgten Restaurierungen und den weiteren Plänen sehr angetan und versprachen, bei ihrem nächsten Besuch in Babenhausen wiederzukommen.

Am Samstag, 16. Mai, wird in Frankreich die „Nacht der Museen 2009“ begangen. Das Museum von Bouxwiller ist ab 19 Uhr kostenfrei geöffnet. Um 21 Uhr findet vor den berühmten Gemälden im Rathaus aus dem 17. Jahrhundert ein Konzert mit italienischer Musik der Barockzeit statt. Am gleichen Tag wird die Ausstellung des HGV Babenhausen „Die Grafen von Hanau-Lichtenberg im Portrait“ unweit Bouxwiller, in Brumath, eröffnet werden.

Am Samstag, 13. Juni, findet im Centre Culturell Bouxwiller eine Kunstausstellung mit Babenhäuser Beteiligung statt. Ine Reichart, zweite Vorsitzende des HGV, zeigt in einer Gemeinschaftsausstellung „Visions des Femmes“ mit Elsässer Frauen eigene Werke. Weitere Begegnungen sind auf dem Babenhäuser Altstadtfest, bei einem Elsässer Abend mit Robert Bittendiebel in der Stadtmühle am 15. Oktober und auf dem Christkindlmärik in Bouxwiller am 12./13. Dezember möglich.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass in diesem Jahr wiederum ein Sammelband mit Themen aus der Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg beim Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen erscheinen wird. Auch dies ist ein Beitrag zur Erinnerung an 25 Jahre Verschwisterung Babenhausen – Bouxwiller.

Quelle: op-online.de

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