Ende September wird Rohbau fertig

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Der Neubau für die Joachim-Schumann-Schule gewinnt dieser Tage schnell an Höhe.

Babenhausen - Tag für Tag lässt sich der Baufortschritt an der Bürgermeister-Willand-Straße verfolgen: Der Rohbau, in den die Joachim-Schumann-Schule 2012 umziehen wird, bahnt sich seinen Weg in luftige Höhen. Um die 40 Mann sind derzeit auf der Baustelle beschäftigt. Von Cora Werwitzke

Schließlich gilt es einen Zeitplan einzuhalten: „Bis Ende September soll der Rohbau fertig werden“, kündigt Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Christel Fleischmann an.

Vor knapp zwei Monaten erfolgte der Spatenstich zu dem Großprojekt – und zwar unmittelbar auf dem Grundstück des alten Schulgebäudes, das genügend Platz für den Neubau aufweist. „Die Schule ist mit ihren rund 1 200 Schülerinnen und Schülern das Herzstück des Campus Babenhausen, der mittelfristig am Ort entstehen soll“, betont Fleischmann.

24,6 Millionen Euro kosten der Neubau und die Gestaltung des Außenbereichs insgesamt. Damit ist das Projekt das mit Abstand größte Einzelvorhaben im ohnehin ehrgeizigen Schulbau- und Sanierungsprogramm des Landkreises. Mehr als zehn Millionen Euro stammen aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Bundes. Auch deshalb ist auf der Baustelle im Moment Eile geboten: „Diese Summe müssen wir noch dieses Jahr verbauen, sonst werden Zinsen fällig“, erläutert der Schuldezernent. Sobald die Arbeiten am Rohbau im September abgeschlossen seien, werde deshalb nicht lange gefackelt: „Dann geht es schleunigst mit dem Innenausbau weiter.“ Bis dato gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, dass der Zeitplan am Ende aufgeht: „Bisher lief alles rund“, bestätigt Christel Fleischmann, der dem für den Rohbau zuständigen Unternehmen gute Arbeit bescheinigt. „Wir werden zudem sehr gut über die Baustelle informiert“, lobt er.

Familiäre Atmosphäre

Im Endeffekt wird die Grundfläche des neuen Schulhauses mit 11.600 Quadratmetern etwas kleiner als das bestehende Gebäude, das 15.500 Quadratmeter umfasst. Doch verspricht sich der Kreis von dem angewandten Konzept, „dass die neuen Räumlichkeiten dem pädagogischen Profil der offenen Gesamtschule in idealer Weise gerecht werden.“ Neben dem Know-how von Bauplanern und Schulverwaltung fließen in die Konstruktion des neuen Gebäudes auch Vorschläge und Wünsche von Lehrern, Eltern und Schüler ein.

Das Raumkonzept wird laut dem Kreis vor allem eine familiäre Atmosphäre schaffen. Während des Unterrichts können die Klassenräume geöffnet bleiben, und Gruppenarbeit findet in den sogenannten Differenzierungsräumen statt. Den einzelnen Jahrgangsbereichen sind Teamräume für die Lehrer zugeordnet. Insgesamt wird der Neubau drei Stockwerke hoch. Von einer in der Mitte platzierten Halle sind sämtliche Räume der einzelnen Jahrgangsstufe über zwei Treppenhäuser zugänglich. Fenster und Dachfenster können per Knopfdruck geöffnet und geschlossen werden. „Die kompakte Bauweise verbindet sich stimmig mit den Anforderungen der Passivhaus-Standards“, äußert Fleischmann. Im Erdgeschoss werden Wandoberflächen aus gesäuertem Architekturbeton angelegt. Wie es in den Planungsunterlagen heißt, sind sie robust, geben durch Körnung und Farbe die Anmutung von Werkstein und sind nachhaltig sinnvoll, weil auch auf Dauer keine Bauunterhaltung notwendig wird. Ergänzend werden beide Obergeschosse mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgestattet.

Neubau voraussichtlich im Oktober 2012 fertig

Der Neubau kann voraussichtlich im Oktober 2012 bezogen werden. Der nördliche Schulhof soll nach Auskunft des Schuldezernenten bis 2013 fertiggestellt sein. Umrandet von Bäumen wird der Platz unterteilt in einen Schatten spendenden Baumhain, eine Vertiefung mit Sitzgelegenheiten und eine Sandfläche, die Raum für Bewegung gibt. Weiter ist geplant, auf der gesamten Fläche Bänke und Quader mit Holzauflage aufzustellen. Der verbleibende Baumbestand wird darüber hinaus in die Gestaltung der Grünfläche integriert.

Nachdem 2012 dann der Altbau bis auf die Mensa abgerissen sein wird, soll eine neue Mensa ab 2013 für rund zwei Millionen Euro gebaut werden. Verpflegen können sich hier mittelfristig auch die 350 Schülerinnen und Schüler des Bachgau-Oberstufengymnasiums, die zum Schuljahr 2015/2016 auf den hier entstehenden „Campus Babenhausen“ umsiedeln sollen. Auch die 120 Schüler der Eduard-Flanagan Schule können hier ihr Mittagessen einnehmen ebenso die 400 Grundschüler der Schule am Kirchgarten. Wenn 2015 auch die Sportflächen neue hergerichtet sind, sollen noch Fahrradabstellflächen errichtet werden.

Quelle: op-online.de

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