Enorm viel Zeit für Wehr geleistet

+
Mit der Anerkennungsprämie des Landes Hessen und einer Urkunde ehrten Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Stadtbrandinspektor Mario Wörner (vordere Reihe rechts) langjährige aktive Feuerwehrmänner.

Harpertshausen - Insgesamt 162 Einsätze mussten die fünf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt im vergangenen Jahr bewältigen. Dabei haben die 210 Frauen und Männer aus den verschiedenen Stadtteilen, die aktiv dabei sind, wieder ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Von Petra Grimm

Damit die Feuerwehrleute auch weiterhin die Bürger der Stadt schützen können, sei es verstärkt notwendig, Aufklärungsarbeit bei den ortsansässigen Betrieben zu leisten, um auf die Wichtigkeit der Freistellung für Einsätze und Weiterbildung während der Arbeitszeit hinzuweisen. Dies sagte Stadtbrandinspektor Mario Wörner bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt am Freitagabend im Harpertshäuser DRK-Heim.

Die Einsätze gliedern sich in 40 Brandeinsätze, 86 Hilfeleistungen, 19 sonstige Einsätze und 17 Fehlalarme. Die einzelnen Stadtteile waren unterschiedlich stark betroffen. So gab es in Babenhausen 111 Einsätze, in Harpertshausen nur vier, in Hergershausen und Langstadt jeweils 20 und in Sickenhofen sieben Einsätze.

Mit der Anerkennungsprämie des Landes Hessen und einer Urkunde ehrten Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Stadtbrandinspektor Mario Wörner (vordere Reihe rechts) langjährige aktive Feuerwehrmänner.

Die Anzahl der ehrenamtlich geleisteten Stunden ist enorm. So investierten die Feuerwehrleute 1 680 Stunden in Brand- und Hilfeleistungseinsätze, in Übungen und Schulungen 6 800 Stunden, in Lehrgänge und Seminare 2 850 Stunden, in die Katastrophenschutzausbildung 480 Stunden und außerdem 3 200 Stunden in andere Dienste. Das ergibt insgesamt 15.010 Stunden. Wobei die Feuerwehrleute nicht nur Zeit und Energie in das Allgemeinwohl stecken, sondern im Ernstfall auch die eigene Gesundheit riskieren.

Dieses Engagement würdigten auch Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg, die den Einsatzkräften im Namen der Bevölkerung und der Kommunalpolitiker für ihre Zuverlässigkeit und Risikobereitschaft dankten. Die Stadt sehe es als ihre Pflicht, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen und für die nötige Ausrüstung zu sorgen. „Das neue Gelenkmastfahrzeug, das wir für 580.000 Euro angeschafft haben, ist im Anmarsch“, sagte die Bürgermeisterin. Beim Altstadtfest im September werde es offiziell eingeweiht.

Feuerwehr und Co. üben Ernstfall

Rauch, Feuer und Opfer: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes hatten im Altbau der Schumann-Schule in Babenhausen jede Menge zu tun. Wir waren bei der Übung mit der Kamera dabei.

Zum Video

Auffällig bei den verschiedenen statistischen Angaben, die Wörner in seinem Bericht lieferte, ist zum einen die beachtliche Größe der Langstädter Einsatzabteilung. Sie ist mit 61 Aktiven bei 1 614 Einwohner in Langstadt die zweitgrößte, gleich hinter der Kernstadt, wo auf 10.013 Einwohner 66 aktive Feuerwehrleute kommen. In Hergershausen sind 38 Aktive im Einsatz (2 196 Einwohner), in Sickenhofen 24 (1 594 Einwohner) und in Harpersthausen 21 Feuerwehrleute (682 Einwohner).

Ebenso auffällig ist die große Nachwuchsabteilung in Hergershausen, wo die Jugendfeuerwehr 29 Mitglieder hat und außerdem eine Kinderfeuerwehr mit zwölf Mitgliedern spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt wird.

Zum Vergleich: In Babenhausen hat die Jugendfeuerwehr 20 Mitglieder, in Langstadt neun und in Sickenhofen zehn. In Harpertshausen engagieren sich zwölf Jugendliche, was für die Größe dieses Stadtteils auch beachtlich ist. Die Jugendfeuerwehren sind der Garant für das Fortbestehen der ehrenamtlichen Brandschützer, denn Quereinsteiger sind selten. Zehn Jugendfeuerwehrleute wechselten im Laufe des vergangenen Jahres in die Einsatzabteilung.

Über die abwechslungsreichen Aktivitäten der insgesamt 80 Jugendfeuerwehrleute im Stadtgebiet berichtete Stadtjugendfeuerwehrwart Frank Herd, der gemeinsam mit seinen engagierten Jugendfeuerwehrwarten und Betreuern auch auf vielfältige Weise Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung betreibt.

Zum neuen stellvertretenden Stadtbrandinspektor wurde Florian Sawallich gewählt. Der 30-jährige Babenhäuser, der sich als Wehrführer in der Kernstadt engagiert und beruflich als Werksfeuerwehrmann bei der Firma Merck in Darmstadt im Einsatz ist, übernimmt dieses Amt von Kai Pasek. Der Langstädter, der dieses Amt neun Jahre engagiert ausgefüllt hat, war zurückgetreten und wurde offiziell verabschiedet. Bürgermeisterin Coutandin und Stadtbrandinspektor Wörner dankten Pasek und würdigten seine Verdienste in über 27 Jahren aktiver Dienstzeit und in verschiedenen Führungspositionen mit der Verleihung einer Urkunde.

Ehrungen standen auch auf der Tagesordnung. So erhielten zwölf Feuerwehrmänner die Anerkennungsprämie des Landes Hessen und eine Urkunde: Für zehn Jahre aktiven Dienst Kevin Altwasser und Pascal Schäfer, für 20 Jahre Marcus Staudter, für 30 Jahre Günter Monath, Bernd Pöschl und Jürgen Blümler, für 40 Jahre Wilfried Richter, Robert Eckert, Robert Breitwieser, Helmut Geißler, Günter Bleibtreu und Josef Kriegisch.

Quelle: op-online.de

Kommentare