Christiane Hucke leitet soziales Projekt

Entwicklung mit Konzept

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Christiane Hucke steht stolz vor ihrem zukünftigen Büro in der Ziegelhüttenstraße. Den Standort hat sie sich bewusst ausgesucht, um nah am Quartier „Erloch“ zu sein. Auch die Kita Kunterbunt, mit der sie Projekte plant, hat sie so direkt um die Ecke.

Babenhausen - Mit Unterstützung des hessischen Förderprogramms „Sozialbudget für Gemeinwesenarbeit“ haben die Stadt Babenhausen und das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg das Projekt „Babenhausen integriert“ gestartet. Von Lars Herd

Als Leiterin wurde mit Christiane Hucke eine Diplom-Sozialpädagogin installiert. Das Hauptaugenmerk ihrer Arbeit liegt auf dem Quartier „Erloch“. Die Arbeiten laufen derzeit auf Hochtouren in der Ziegelhüttenstraße 21 in Babenhausen. Denn von dort aus wird Christiane Hucke künftig das Projekt zur sozialen Stadtteilentwicklung leiten, so haben die Einwohner eine feste Anlaufstelle. Einziehen kann sie allerdings wohl erst gegen Ende Februar oder Anfang März. Momentan wird noch fleißig renoviert und die Elektronik auf Vordermann gebracht. Auch die Möbel wurden bereits bestellt, brauchen aber wohl noch acht bis zehn Wochen. Bislang hatte Hucke ihr Büro „auf der Straße“, wie sie selbst sagt.

Den Standort ihres neuen Büros hat sie bewusst gewählt, er ist in unmittelbarer Nähe zum Quartier „Erloch“ und außerdem eine Straße, in der recht viel los ist. Denn dort liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit – sie soll den eher schlechten Ruf des Wohngebietes „in ein besseres Licht rücken“. Dabei lobt sie die Arbeit der Kinder- und Jugendförderung der Stadt. „Die machen hier schon viel, um den Ruf aufzubessern. Ich bin jetzt hier, um noch mehr zu machen.“

Und wie will sie das bewerkstelligen? Zunächst einmal steht eben die Einrichtung einer Anlaufstelle im Quartier an. Außerdem möchte Hucke die Willkommensstruktur zur Unterstützung geflüchteter Menschen weiterentwickeln – nicht nur im Erloch, sondern in ganz Babenhausen. Des Weiteren sollen bestehende Angebote für alle Zielgruppen geöffnet und erweitert werden. „Mir ist es wichtig, die Babenhäuser und die Flüchtlinge in Kontakt zu bringen“, betont Hucke. Ein weiterer Punkt ist die Weiterentwicklung der städtischen Strategie zur sozialen Stadtentwicklung. Dazu will die Diplom-Sozialpädagogin „alle beteiligen, die hier arbeiten und leben“. Und um das zu schaffen, muss sie die Einwohner erst einmal kennenlernen. „Gerade jetzt am Anfang ist es für mich wichtig, so viele Leute wie möglich zu treffen und mit ihnen zu reden, damit ich ihre Wünsche kenne. Wer wohnt hier? Was wollen sie?“, erklärt Hucke.

Arbeiten zwischen Babenhausen und Darmstadt

Zu ihren neuen Aufgaben kam Hucke über das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg, wo sie auch weiterhin angestellt ist. 32 Stunden arbeitet sie pro Woche in Babenhausen, die anderen acht Arbeitsstunden leistet die in Darmstadt wohnende, gebürtige Nordhessin beim Diakonischen Werk. Seit nunmehr zehn Jahren arbeitet sie dort im Arbeitsfeld Mehrgenerationenhaus für den Landkreis. Von Groß-Zimmern aus gestaltete sie familienunterstützende Angebote im gesamten Landkreis. Zuvor war sie ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde in Schaafheim, wo sie 22 Jahre lang gelebt hat, und im Bereich der Frauen- und Familienarbeit im evangelischen Dekanat tätig.

In Bezug auf ihre neue Arbeit legt Hucke vor allem Wert auf die Weitsichtigkeit ihrer Projekte. „Es soll ein Konzept dahinter sein. Ich möchte keine Programme starten, nur um etwas zu machen.“ Ziel ihrer Arbeit ist es schließlich, den Ruf des Erlochs aufzubessern und die Integration der Flüchtlinge weiter voranzutreiben. Besonders freut sich Hucke, die weiterhin beim Diakonischen Werk Darmstadt-Dieburg angestellt ist, aber über die Unterstützung der Stadt – unter anderem sollen im Rathaus Veranstaltungen durchgeführt werden. „Sie haben sich mich sogar für diese Stelle gewünscht“, erklärt sie stolz. Selbstverständlich ist das aufgrund der finanziellen Lage sicher nicht. „Hier wurde viel an Beratung gestrichen, umso mehr freut es mich, dass ich hier etwas tun kann.“

Erreichbar ist Christiane Hucke per E-Mail unter christiane. hucke@diakonie-darmstadt.de oder zu den Sprechzeiten dienstags von 15 bis 17 Uhr – derzeit noch am Marktplatz in den Räumen von „Fremde werden Freunde“.

Quelle: op-online.de

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