Entwicklung mit Qualitätszielen

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Was wird aus der Kaserne? Leitlinien sollen die Diskussion beflügeln, wie das 70 Hektar große Gelände - hier ein Blick auf den historischen Teil - genutzt werden kann.

Babenhausen - Wirtschaft vor Wohnen: Bei der künftigen Nutzung des verwaisten Kasernengeländes soll der Schwerpunkt auf der gewerblichen Nutzung liegen. Das hat der Magistrat der Stadt empfohlen. Von Stefan Scharkopf

Die Verwendung für Wohnzwecke sei möglich, stehe aber nicht im Vordergrund. Einstimmig fassten die Stadtoberen in ihrer letzten Sitzung einen Grundsatzbeschluss, der die Entwicklung des Kasernengeländes mit Qualitätszielen verknüpfen will. Im Mittelpunkt steht dabei der Anspruch, das Konversionsgelände als Modellprojekt zu entwickeln, das den „Kriterien nachhaltigen Wirtschaftens und Lebens gerecht wird“. Eine Zertifizierung soll diesen Anspruch unterstreichen.

Versorgungseinrichtungen und soziale Infrastruktur sowie die Einbeziehung des historischen Teils in das Gesamtkonzept müssten gewährleistet werden. Der laufende Energiebedarf soll zum überwiegenden Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Alle Gebäude wie auch die gesamte technische Infrastruktur sollten gemäß der Kriterien ökologischer Nachhaltigkeit geplant und realisiert werden.

Mit diesem Alleinstellungsmerkmal eines Modellgebiets kann sich Babenhausen im regionalen Wettbewerb hervorragend positionieren. Wir stellen uns damit aktiv auf die ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart ein. Vor allem aber bilden wir ein modellhaftes Quartier aus, das zukunftsorientierte Branchen nach Babenhausen bringen und neue Impulse für Gewerbe- und Wohnungsbau geben soll und wir leisten einen vorbildlichen Beitrag zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen“, meint Bürgermeisterin Gabi Coutandin zum Magistratsbeschluss.

Ein zentrales Thema für die Stadtentwicklung

Die Integration des 70 Hektar großen Konversionsgebiets ist ein zentrales Thema für die Stadtentwicklung - über viele kommunalpolitische Wahlperioden hinweg. „Ich hoffe deshalb, dass diese Leitlinien einen breiten politischen Konsens herbeiführen. Mehrere Arbeitskreissitzungen und drei Runden mit interessierten Investoren haben gezeigt, dass wir als Stadt klare qualitative Entwicklungsziele definieren müssen, um die Chancen dieses Gebiets optimal zu nutzen und Risiken zu minimieren.“

Der Grundsatzbeschluss des Magistrats steht auf der Tagesordnung der konstituierenden Sitzung des neu gegründeten Ausschusses für Kasernenkonversion am 30. September, 19.30 Uhr. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hatte die CDU/Grünen-Mehrheit die Gründung dieses öffentlich tagenden Ausschusses beschlossen.

Quelle: op-online.de

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