Erster Schritt für Gewerbegebiet

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Das rot umrandete Feld zeigt die Flächen im Süden der Stadt für die Produktions- und Lagerflächen.

Babenhausen ‐ Der erste Schritt für ein neues Gewerbegebiet südwestlich der bebauten Fläche im Süden der Kernstadt ist getan: In einer gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss, Bauausschuss und Ortsbeirat haben die Abgeordneten dem Verkauf von städtischem Gelände zugestimmt. Von Stefan Scharkopf

Ein Bebauungsplan für das Vorhaben „Hinter der Altdörfer Kirche“ wird aufgestellt. Das letzte Wort hat aber die Stadtverordnetenversammlung. Hintergrund ist das Interesse einer international tätigen Firma, Produktions- und Lagergebäude sowie einen Bürotrakt auf einer Fläche von insgesamt rund 100 000 Quadratmetern in Babenhausen anzusiedeln. Investor ist Arno Fußner aus Großostheim. Er tritt als Projektentwickler auf und vermietet die Gebäude weiter. An wen, das wurde nicht bekannt. Fußner hatte sich bereits 2006 für Gelände in Babenhausen interessiert, um eine Müllverbrennungsanlage zu bauen, von diesem Projekt aber wieder Abstand genommen. Jetzt gehe es um Waren für den Einzelhandel.

Für das Vorhaben werden 22 Flurstücke benötigt, die im Eigentum von 13 Parteien sind, kommunale Grundstücke eingeschlossen. Am 11. März wurde auf einer Eigentümerversammlung das Vorhaben vorgestellt. Die allermeisten Eigentümer hätten sich „begeistert gezeigt von der Idee, an dieser Chance für Babenhausen mitzuwirken“, sagte Bürgermeisterin Gabi Coutandin am Donnerstagabend. Wenn auch Vertraulichkeit über die Investoren vereinbart worden sei, würden die Eigentümer ihre Flächen nur dann veräußern, wenn es zum Wohle der Stadt sei. Eine unliebsame Entwicklung soll in dem Geviert ausgeschlossen sein. Die Entwürfe für die Verkaufsverträge sollen mit den Eigentümern abgestimmt und ein gemeinsamer Notariatstermin vereinbart werden.

Auch die Stadt ist im Besitz von Fläche, nämlich etwa einem Drittel des benötigten Gesamtareals. Die Eigenbetriebskommission hat den Verkauf von 25 894 Quadratmetern bereits beschlossen. Der Stadt gehören noch weitere 2 850 Quadratmeter an Wegeparzellen und Ackerflächen. Die Stadtverordneten treffen am 29. April die letzte Entscheidung über das Vorhaben und den Flächenverkauf.

Arno Fußner hatte sich für die Sitzung am Donnerstagabend entschuldigen lassen, was einige Ausschussmitglieder veranlasste zu sagen, dass sie über etwas abstimmen müssten, was sie inhaltlich nicht kennen würden. Um so eifriger warb Bürgermeisterin Coutandin um deren Zustimmung, da es bislang nur darum gehe, einen Grundsatzbeschluss darüber zu fassen, ob das Gebiet entwickelt werden soll oder nicht. Wenn die Entwürfe für den Bebauungsplan aktuell werden, würde das Projekt sicher vorgestellt. Die Stadt habe immer die Handhabe und das Planverfahren gelte nur für dieses bestimmte Projekt. Es gebe keine Industrie, die nur gefällig sei, bedacht werden sollte aber, dass in der ersten Entwicklungsstufe rund 500 Arbeitsplätze entstehen könnten.

Fragen aus dem Kreis der Parlamentarier drehten sich beispielsweise um den zusätzlichen Verkehr. Die Andienung des Geländes erfolge über das Kalksandsteinwerk und der Verkehr werde vor allem über die B 26 von und in Richtung Darmstadt abgewickelt, heißt es. Die Realisierung der Südumgehung werde durch die Gebäude nicht beeinträchtigt.

Quelle: op-online.de

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