„Erster Schritt für Südumgehung“

Babenhausen - (st) Kommt Bewegung in die Planung? Mit großer Mehrheit hatte das Stadtparlament im vergangenen Herbst beschlossen, dem dreistreifigen Ausbau der B 26 nur dann zuzustimmen, wenn vorgesehen ist, die große Südumgehung als Entlastung für den Stadtverkehr mit in das Planungsverfahren aufzunehmen.

Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Darmstadt (ASV) hat vor - wie mehrfach berichtet - den Ausbau der Bundesstraße bei Sickenhofen enden zu lassen. Ein Grund: Die Stadt müsse erstmal Klarheit schaffen, was aus dem Kasernengelände werden soll.

Inzwischen haben sich Bürgermeisterin Gabi Coutandin und das ASV darauf verständigt, dass in einem Zwischenschritt die schriftliche Mitteilung über die Nutzungsabsichten zunächst ausreicht, um konkrete Voruntersuchungen für die künftige Umgehungsstraße einzuleiten. Diesen Brief hat das ASV inzwischen von der Bürgermeisterin erhalten.

Dabei bin ich von den am weitest gehenden Nutzungsvorschlägen für das Kasernenareal ausgegangen.  So soll etwa die Verträglichkeit von Wohnbebauung mit der Umgehungsstraße und mit dem Flugplatz untersucht werden, und auch die Verträglichkeit mit dem Naturschutzareal, auf dem Wildpferde untergebracht werden sollen. Bis die Ergebnisse der Voruntersuchungen vorliegen, haben wir gewiss auch die entsprechenden Beschlüsse über die Entwicklungsziele für das Kasernengelände politisch entschieden,“ ist Coutandin überzeugt.

Die Stadt lehnt ein Stopp des Ausbaus vor den Toren Sickenhofens

Die Stadt lehnt ein Stopp des Ausbaus vor den Toren Sickenhofens ab. Sinnvoll sei ein Ausbau nur in Verbindung mit der großen Südumgehung. Der Trassenvorschlag seinerzeit: Die Umgehung soll östlich der Kiesgrube Hardt beginnen, zwischen dem Waldrand und der Elb-Schliff entlang führen, die Edmund-Lang-Straße sowie die Schaafheimer Straße kreuzen und an der nördlichen Seite der Start- und Landebahn des Luftsportclubs in Höhe der Einfahrt Aschaffenburger Straße 110 wieder auf die B 26 führen.

Über alle Grenzen hinweg sind sich die Fraktionen einig, dass die ausgebaute B 26 von Sickenhofen aus als große Südumgehung weitergeführt werden muss. Nun sind die Voraussetzungen für den Beginn der Planungen geschaffen und wertvolle Zeit kann genutzt werden“, so Coutandin in einer Pressemeldung.

Im November 2008 stellten Vertreter des Ministeriums, des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen nochmals klar, dass beide Verfahren nach wie vor getrennt geführt würden. Die Klärung von Trassenvarianten einer Südumgehung könne ohnehin erst in Angriff genommen werden, wenn die künftige Nutzung des Konversionsgeländes beschlossen sei. Von städtischer Seite sei jetzt „der erste Schritt zur Realisierung der großen Südumgehung gemacht“.

Quelle: op-online.de

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