Erstmals Kerb mit zwei Stoffeln

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Atze & Friends sorgten mit Rock, Pop, Schlagern und Country für Stimmung im Zelt.

Langstadt - (mew) Begonnen hatte die Kerbzeit in Langstadt bereits früher, zum Höhepunkt kam es aber wie jedes Jahr am Montag. Schon seit dem Frühschoppen warteten alle Festbesucher gespannt auf die Verkündung des Kerbspruchs.

Als sich dann Max Grychta, der diesjährige Kerbvadder, in Richtung Bühne bewegte, wurde es mucksmäuschenstill im Zelt. Ganz traditionell wurden wieder all das Lustige, Skurrile und manchmal auch Peinliche, was den „Lengschdern“ seit der letzten Kerb so widerfahren war, in ein flottes hessisches Gedicht verpackt, bei dem die Zuhörer sich köstlich amüsierten.

Ansonsten war aber Einiges anders an der Kerb 2009: So war es wegen der aktuellen Straßenbaumaßnahmen und der damit verbundenen Umleitungen im Ortskern nicht möglich gewesen, den Kerbsonntags-Gottesdienst wie gewohnt vor der Kirche abzuhalten. Zusammen mit dem Vergnügungspark musste er daher an die Markwaldhalle ausweichen. Der allseits guten Laune tat dies aber keinen Abbruch.

Zwei Kerbstoffel sorgen für Aufruhr

Für einigen Aufruhr hatte am Wochenende allerdings gesorgt, dass es zum ersten Mal in der Geschichte der Kerb zwei Kerbstoffel gab. Nachdem nämlich der „echte“ Stoffel wie jedes Jahr freitags getauft und vereidigt und danach geklaut worden war, bauten die Kerbborschen einfach einen Zweiten, um den anderen nicht auslösen zu müssen. Doch auch dieser wurde wieder gestohlen und am Feuerwehrhaus erhängt aufgefunden, wie André Hanstein, ein ehemaliger Kerbborsch, belustigt erzählte. Daraufhin wurde der gefälschte Stoffel verbrannt, und „so war am Kerbmontag wieder alles in bester Ordnung“, grinste auch Lisa Grychta, Schwester des Kerbvadders.

Atze & Friends

Das Bierzelt war voll und die Stimmung ausgelassen. Nur wenige Stunden dauerte es noch bis zu einem weiteren Höhepunkt dieser Kerb: Ab dem frühen Abend sollte die Langstädter Cover-Band Atze & Friends mit einem Repertoire der besten Hits aus Country, Schlager, Rock und Pop dem Publikum einheizen. Eigens für diesen neuen Programmpunkt wurde auch die Bar ins Festzelt verlagert, damit jeder Besucher die Live-Musik genießen konnte. So fand auch der vorletzte Abend der diesjährigen Kerb einen gebührenden Abschluss. Am Dienstag folgte dann der traditionelle Kerbstoffelumzug und nach Einbruch der Dunkelheit die Verbrennung des offiziellen Kerbstoffels.

„Lengschder“ Kerbborschen waren in diesem Jahr Anna Katharina Ulbricht, Carsten Diehl, Christian Diehl, Christoph Fischer, Kevin Kopp, Michael Monath und Marc Philipp Wolz, angeführt von Kerbvadder Max Grychta.

Quelle: op-online.de

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