Erstmals über 1600 Nennungen

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Das Turnier beim Reit- und Fahrverein ist immer auch ein Ausflugsziel. -  Fotos (2):

Babenhausen - Sommerparty, Schlemmermeile, Biergartenatmosphäre und natürlich jede Menge Reitsport – auch die 34. Auflage des traditionellen Babenhäuser Reitturniers an der Schwedenschanz lohnte sich als Ausflugsziel für die ganze Familie. Von Ursula Friedrich

Selbst wer nie ein Ross bestieg, kam bei der mehrtägigen Veranstaltung auf seine Kosten. Zwischen Süßwarenstand, Kuchen- und Tortenbüfett, Messeständen und mehr standen freilich Rösser und Reiter im Mittelpunkt.

Über 1600 angemeldete Starter brachten die Gastgeber diesmal organisatorisch und logistisch ans Limit. Bereits am Freitag um 9 Uhr gingen die ersten Dressurreiter zur A-Prüfung ins Viereck. Auf dem Springparcours wurde zum gleichen Zeitpunkt das A**-Springen ausgetragen – eine Prüfung, die aufgrund der Vielzahl von Nennungen umgelegt werden musste. Ein sportlicher und gesellschaftlicher Höhepunkt dürfte am heutigen Montag noch einmal ein großes Publikum auf die idyllische Anlage locken. Um 15.30 Uhr beginnt das M*-Springen, um 18.30 Uhr die Springprüfung der Klasse S* mit Stechen. Während rund 40 Teilnehmer in der schwersten Prüfung des Turniers um den Sieg reiten, erwartet Besucher das traditionelle Spanferkelessen. Zum musikalischen Ausklang wird erneut das Blasorchester der Pferdestadt Babenhausen aufspielen.

Pferdesportveranstaltung genießt einen guten Ruf

Hannah Heider und ihr treuer Pedro freuten sich über den Sieg in der A**-Dressur.

Im südhessischen Raum und darüber hinaus genießt die Pferdesportveranstaltung einen guten Ruf und fehlt wegen ihrer guten Organisation, der schönen Anlage und der netten Atmopshäre nicht im Turnierkalender ambitionierter Reiter. Doch auch weite Wege werden in Kauf genommen: Emanuelle Gaudiano (Italien), der im Vorjahr das S-Springen gewann, meldete noch kurzfristig sein Kommen an. Stolz sei man, mit Hochklasse-Reitern einen guten sportlichen Anspruch zu bieten, sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Willand, der neben Ingo Dries die Turnierleitung inne hat. „Aber ich lege Wert darauf, dass wir ein ländliches Turnier sind und auch bleiben!“ Ein Ausflugsziel für Babenhausen solle geboten werden – ohne Schickimicki. Neben anspruchsvollen Prüfungen bieten sich hier in Führzügelklassen und Reiterwettbewerben außerdem dem Reiternachwuchs leistungsgerechte Aufgaben. Und den Reitern eine gut organisierte Sportveranstaltung, die mit hohem Anspruch von einer Fülle von Menschen, über 200 Turnierhelfern, ge-stemmt wird. Allerdings sei man inzwischen an der Kapazitätsgrenze, sagte Willand, der sich nicht an eine solche Fülle von Nennungen erinnern kann.

600 Pferde und Ponys

600 Pferde und Ponys gingen in den 33 Prüfungen in Dressurviereck und Springparcours an den Start. Trotz dieser Masse an vierbeinigen und zweibeinigen Teilnehmern wurde auch das 34. Turnier ausschließlich ehrenamtlich gestemmt. Die Reiterjugend tat sich hier ebenfalls hervor. Am Eis- und Waffelstand der Jugend wurden außerdem Kinder geschminkt. „Wir spenden die Einnahmen von Sonntag und Montag dem Kinderpalliativ Team Südhessen“, erläuterten die Waffelbäcker.

Rund 100 Kinder und Jugendliche lernen an der Schwedenschanze Reiten und Voltigieren. Drei vereinseigene Rösser waren beim Turnier im Einsatz, sodass auch Reitschüler ohne eigenes Pferd teilnehmen konnten. Vielen Eltern sind die großen Tiere zwar suspekt, sie packten jedoch mit an, um den Babenhäuser Reitverein zu unterstützen.

Insbesondere im Cateringbereich punkteten die Ausrichter der Großveranstaltung. Öb Handkäs´, Sahnetorte, Eier mit Speck, Currywurst oder italienischer Salat – hier blieben kaum kulinarische Wünsche offen. Und während Reiter und Pferd so manchem Regenguss trotzten, saßen Besucher gut überdacht mit perfektem Blick auf das Geschehen in der ersten Reihe.

Quelle: op-online.de

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