Facebook-Party

Aus für die Riesensause

Auf der Internetplattform Facebook lud Nutzer Daniel Dreiachtfünf ungenehmigt zum Feiern in den Stadtpark ein. - Screenshot: kat

Babenhausen - Polizei statt Party – das hätte er sich wahrscheinlich anders vorgestellt. Daniel Dreiachtfünf, so nennt sich der Facebook-Nutzer, hatte über das Kontaktnetzwerk im Internet für vergangenen Samstag zu einer Feier im Babenhäuser Stadtpark aufgerufen. Von Katharina Hempel

1 182 Personen erhielten eine Einladung. Das Aus für die Sause im Stadtpark kam noch bevor der erste Kronkorken von der Flasche ploppen konnte. Um die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht zu gefährden, untersagte die Stadt Babenhausen die Veranstaltung und die Teilnahme daran.

Die Party sei weder angezeigt worden, noch gebe es ausreichend Parkplätze oder sanitäre Anlagen in der Nähe. Weitere Gründe: Vermüllung, Lärmbelästigung und mögliche Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz.

Klaus Pauls, Dienststellenleiter der Polizei Dieburg: „Wir haben die Infos aus der Bürgerschaft erhalten, recherchiert und den Initiator ausfindig gemacht. Vergangenen Donnerstag haben wir mit ihm ein Kooperationsgespräch geführt. Während dessen erhielt er auch die Untersagungsverfügung von der Kommune.“ Ob der Initiator in Babenhausen wohnt, beantwortet der Hauptkommissar mit den Worten „er stammt aus dem Ostkreis.“

Daniel Dreiachtfünf musste seiner Verantwortung am Samstag vor Ort nachkommen und möglichen Gästen persönlich absagen. „Wir waren mit Einsatzkräften mit dabei“, sagt Klaus Pauls, „es blieb aber ruhig. Immer wieder sind Autos mit ortsfremden Kennzeichen und jungen Insassen vorbei gefahren. Möglicherweise waren sie zu der Party eingeladen und wollten nachschauen, ob im Stadtpark etwas los ist, aber genau sagen können wir das nicht.“

Initiator Daniel muss die Kosten für den Polizeieinsatz tragen und eventuell mit einem Strafverfahren rechnen. Das werde laut Polizeihauptkommissar Pauls derzeit aber noch geprüft.

Quelle: op-online.de

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