Fachwerk wie im Elsass

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Märteswein-Präsident Helmut Geyer (links) überreicht dem Leiter des Stadtarchivs Babenhausen, Georg Wittenberger, eine Originalurkunde aus dem Jahr 1737.

Babenhausen (wg) ‐ Hanauer Geschichte spielte sich nicht nur rund um Hanau ab, sondern auch auf der anderen Mainseite. Dies führte den Verein Graf Philipp Ludwig von Hanau (Märteswein-Vereinigung) kürzlich nach Babenhausen, wo eine Stadtbesichtigung und ein Besuch im Stadtarchiv auf dem Programm standen.

Stadtführerin Ute Wittenberger erläuterte in Babenhausen in der Stadtkirche und bei einem Rundgang durch den Ort die historischen Verbindungen zu Hanau. Schon Mitte des 13. Jahrhunderts hatte Cuno von Münzenberg in Babenhausen Grundbesitz erworben, was sich 200 Jahre später auszahlen sollte: Durch den frühen Tod Reinhards III. von Hanau war die Grafenlinie angesichts des Kindesalters des Erben vom Aussterben bedroht. Die Teilung der Grafschaft entgegen den damals üblichen Erbgesetzen sicherte indes deren Fortbestand. Dazu wurde Philipp der Ältere als Graf von Hanau-Babenhausen eingesetzt. Seine Heirat 1458 mit der erst 15-jährigen Elsässerin Anna von Lichtenberg begründete die gleichnamige mächtige Grafschaft.

So war Babenhausen einst ebenfalls Residenz der Lichtenberger und weist im fachwerkgeprägten Ortsbild verblüffende Ähnlichkeiten mit Buchsweiler, deren elsässischer Residenzstadt, auf.

Im Stadtarchiv trafen die Hanauer Besucher dann einen alten Bekannten: Georg Wittenberger, langjähriger Redakteur beim Hanauer Anzeiger, führt seit seinem Eintritt in den Ruhestand das Archiv. Er gab einen umfassenden Einblick in die jüngere Ortsgeschichte

Quelle: op-online.de

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