„Am Abteiwald“

17 Familien haben ihr Grundstück sicher

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Mit der Bebauung des Gebiets „Am Abteiwald“ schließt Eppertshausen auch die Lücke gen „Failisch“. Rechts im Bild zu sehen ist die Waldstraße.

Eppertshausen - Einstimmig haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend dem Verkauf von 17 gemeindeeigenen Grundstücken im Neubaugebiet „Am Abteiwald“ zugestimmt. Außerdem soll die Bushaltestelle „Eppertshausen Mitte“ barrierefrei ausgebaut werden. Von Jens Dörr 

Das Eppertshäuser Neubaugebiet „Am Abteiwald“ nimmt immer konkretere Konturen an. Die Gemeindevertreter beschlossen in ihrer Sitzung am Donnerstagabend den Verkauf von 17 gemeindeeigenen Grundstücken an Eppertshäuser Familien. Bei ein paar weiteren Grundstücken bleibt noch offen, wer die neuen Eigentümer und Bauherren sein werden.
Mit dem Baugebiet „Am Abteiwald“ will Eppertshausen (wie mehrfach berichtet) in den nächsten Jahren insbesondere Familien neue Wohnmöglichkeiten bieten. Zugleich soll auf dem Areal ein Seniorenzentrum entstehen. Das Gelände nördlich der Waldstraße sowie zwischen der Straße „Im Bubenstall“ im Westen und dem Odenwaldring im Osten schließt zudem im Osten der Gemeinde die Lücke zwischen dem Ortskern und dem Gebiet „Im Failisch“. Im Norden des Gebiets schließt sich der Wald an.

Neben 36 Grundstücken, die Privatleuten gehören und bereits verkauft wurden oder noch werden, besitzt die Gemeinde am Abteiwald 26 eigene Grundstücke. Diese verkauft sie nach einem bestimmten Prinzip: Das Recht, zuerst zuzuschlagen, hatten Familien, die seit mehr als drei Jahren in Eppertshausen wohnen und mindestens ein Kind haben. Nur solche Familien besaßen in der ersten Verkaufsphase eine Chance. 55 Interessenten dieser Art (von 350 insgesamt) hatte es zunächst gegeben. Als es ernst wurde, blieben letztlich noch 17 übrig, die nun tatsächlich eins der Grundstücke erwerben.

Den Verkauf dieser 17 Grundstücke beschlossen die Gemeindevertreter am Donnerstag einstimmig. Vorausgegangen war Mitte Mai ein Vergabetermin mit den Bewerbern. Diese hatten teils auch bestimmte Wunschgrundstücke ausgeguckt. Gab es mehrere Bewerbungen auf eins der Grundstücke, wurde gelost. „Es gab auch Bewerber, die ein bestimmtes Grundstück wollten und sonst kein anderes“, verriet Bürgermeister Carsten Helfmann nach Sitzungsende. Diese seien nach dem für sie ungünstigen Losentscheid schließlich ohne Baugrund von dannen gezogen.

Am beliebtesten seien bislang Grundstücke, die nicht am Waldrand liegen. Pro Quadratmeter rief die Gemeinde am Abteiwald bisher 360 Euro auf, abzüglich eines Rabatts pro Kind. Diesen Rabatt werden die Bewerber der nächsten Verkaufsphase nicht erhalten: Nun kommen Eppertshäuser ohne Kinder, die seit mehr als drei Jahren (mit Erstwohnsitz) in der Gemeinde wohnen, zum Zug. Neun Grundstücke sind noch übrig, die nächste Phase könnte schon die Letzte sein.

Bilder: Passionsspiele in Eppertshausen

Einen zweiten Beschluss mit Relevanz für die Öffentlichkeit fällten die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung ebenfalls: Ein einstimmiges Votum fanden die Pläne für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle „Eppertshausen Mitte“ an der Hauptstraße. Ergänzt wurde der Beschluss von einer Verlegung der Haltestelle in Fahrtrichtung Ober-Roden einige Meter gen Süden, hin zum Objekt Hauptstraße 65.

Quelle: op-online.de

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