Familien-Spielfest der Sportkreisjugend und des TV Babenhausen

Ein Schaufenster für den Sport

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Mit dem Baseballschläger den bereit liegenden Ball weit wegschlagen – beim Familiensport- und Spielfest war das möglich.

Babenhausen - „Das ist schon schwer. Trotzdem finde ich es sehr schön“, sagt die zehnjährige Athena, während sie zum ersten Mal auf einem Einrad sitzt. Von Michael Just 

Vorsichtig hangelt sie sich an den extra aufgebauten Haltemöglichkeiten entlang, die dafür sorgen, dass sie im Sattel bleibt. Wie sie erzählt, hat sie mit ihrem Vater heute schon von Klettern bis Baseball vieles ausprobiert. Auf die Frage, was sie sich vorstellen könnte, noch zu ihrem jetzigen Turnsport hinzuzunehmen, kommt die Antwort ohne Zögern: „Baseball. Das war am coolsten“. An Wochenenden ist rund um die Joachim-Schumann-Schule selten Betrieb. Am Sonntag war das mit dem Familiensport- und Spielfest anders: Mit der Hinzunahme der beiden Sporthallen luden die Sportkreisjugend Darmstadt-Dieburg sowie der TV Babenhausen fast den ganzen Tag dazu ein, neue und altbekannte Bewegungsformen kostenlos auszuprobieren. Wie das Motto „Gemeinsam durch die Spielstationen“ verriet, waren rund 20 Stationen aufgebaut worden. An einigen ließen sich Sportarten kennenlernen, an anderen ging es um Gleichgewichts- und Geschicklichkeitsübungen.

„Die Vielfalt der Bewegungsformen macht den Reiz aus. Ob sportlich Aktive oder Einsteiger, ob Kleinkinder oder Senioren, ob Menschen mit oder ohne Behinderung, ob Einheimische oder Zugezogene – das Fest schließt alle Bevölkerungsgruppen ein“, so Andrea Zemke, Vorsitzende der Sportkreisjugend. Die Veranstaltung ist noch recht jung und findet einmal im Jahr statt. Nach der Premiere und auch der Fortsetzung in Reinheim/Ueberau war nun die dritte Auflage in Babenhausen angesagt. Um veranstalten zu können, braucht die Sportkreisjugend noch mindestens einen Verein mit im Boot. Mit Hilfe seiner Abteilungen und Mitglieder organisiert dieser den Stationsaufbau. Zwar steuert die Sportkreisjugend mit ihrer beliebten Rollenrutsche ein Angebot bei und auch die Sportjugend Hessen,,liefert“ mit ihrer Kletterwand, einem Mini-Fußball-Feld und drei Honorarkräften – trotzdem obliegt das Gros der Stationen dem kooperierenden Verein. In diesem Jahr war es der TV Babenhausen. „Fast sämtliche Abteilungen in unserem Verein haben sich zum Mitmachen bereit erklärt“, lobt Vorstandsmitglied Ute Teuchner. Darunter waren neben den Einradfahrern auch die Schwimmer, die Baseball-Abteilung oder die Line-Dancer. Da die Präsentation für die Schwimmer ohne Bad oder Pool in direkter Nähe schwierig ist, brachten sie sich mit einem Spiel- und Bewegungsangebot ein.

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Mit mehr als 20 Stationen verwandelte sich das Schulgelände in ein buntes und vielseitiges Sport- und Spaß-Areal. Für die Verpflegung und die Getränke sorgte der TVB. Als Besonderheit wurde extra ein Veggie-Burger kreiert. Beim Familiensport- und Spielfest ist es üblich, dass der kooperierende Verein sämtliche Einnahmen behalten darf. Besonders wichtig war der Sportkreisjugend, dass möglichst viele Familien kommen. „Im heutigen, hektischen Alltag kommt es sehr selten vor, dass Familien sich generationsübergreifend gemeinsam bewegen. Wir hoffen, dass der Tag heute als Anregung für weitere gemeinschaftliche Einheiten dient“, sagte Andrea Zemke.

Die Resonanz konnte sich sehen lassen. Von 11 bis 17 Uhr war rund um die Schule sowie in den beiden Sporthallen fast immer Betrieb. Die Sportkreisjugend hofft, dass sich das Familiensport- und Spielfest als „Schaufenster des Sports“ in der Region etabliert. Dazu benötigt es im nächsten Jahr erneut einen kooperierenden Verein. Noch besser wäre es, wenn sich gleich mehrere Vereine der Veranstaltung anschließen.

Für sein diesjähriges Engagement erhielt der Turnverein Babenhausen ein dickes Lob: „Ohne die intensive Mitarbeit des TVB und des Sportkreisjugendvorstandes hätten wir in Babenhausen kein so buntes und hochwertiges Spielangebot bieten können. Wir hoffen, dass die Besucher Anregung erhielten und sich vielleicht dem Verein anschließen“, so der Vorsitzende des Sportkreises Darmstadt-Dieburg, Hans-Dieter Karl.

Quelle: op-online.de

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