Wo farbiger Rauch die Wände schmückt

Babenhausen - Eifrig schwingen Sarah und Katrin die Pinsel, voller Konzentration arbeiten die Beiden an den Feinheiten der neuen Wandbemalung, während Kay den Sockel flächendeckend streicht. Ein kritischer Blick, ein zufriedenes Lächeln – ja, die neue Farbgestaltung gefällt. Von Verena Scholze

Nach über acht Jahren erhält das Jugendcafé derzeit eine Generalüberholung seiner Innenräume. „Die Renovierungsarbeiten sind seit knapp vier Wochen im Gange“, berichtet die Diplom-Sozialpädagogin Ina Hildwein. Seit dieser Zeit wurde in den Räumen in der Bürgermeister-Rühl-Straße nicht nur ein komplett neuer Farbanstrich, sondern auch eine Sanierung der gesamten Elektronik vorgenommen.

Für die Jugendlichen, die momentan Alternativprogramme nutzen, ist die Wartezeit bald vorbei. Am Dienstag (21.) findet der erste offene Treff in den neu gestalteten Räumen statt. Dafür haben sich die Kinder- und Jugendförderung und der BDP etwas Besonderes einfallen lassen: An diesem Tag wird ein DJ anwesend sein und die neuen Räume mit Musik einweihen“, berichtet Ina Hildwein.

Das Jugendcafé wird nicht nur von der Kinder- und Jugendförderung der Stadt, sondern auch vom Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) Babenhausen genutzt. Da hier auch viele Konzerte veranstaltet werden, stellte man im Laufe der Jahre fest, dass die Elektronik den heutigen Anforderungen nicht mehr genügt. „Auch die Sicherheit wurde im Zuge der aktuellen Erneuerung angepasst“, erzählt Ina Hildwein. Die Kosten für die Renovierung übernehmen die Stadtkasse und die Gebäudeverwaltung des Eigenbetriebs.

Nachdem die Elektriker ihre Arbeit abgeschlossen und die Malermeister den weißen Grundanstrich vorgenommen haben, sind nun die Jugendlichen gefragt. „Die Skizzen mit verschiedenen Gestaltungsvorschlägen wurden von Dorothea Lautenschläger angefertigt“, sagt Philipp Hetzel vom BDP. „Auf ein Motiv konnten wir uns schnell einigen, aber die Farbgestaltung gestaltete sich schwierig“, so Hetzel weiter.

Aus einer Auswahl von über 50 Vorschlägen einigte man sich letztendlich auf die Farben Beige, Orange, Gelb und Braun. „Das Motiv stellt eine Kerze dar, deren Rauch sich durch den ganzen Raum zieht“,erklärt Hetzel. „Der Rauch findet sich an jeder Wand wieder und zieht sozusagen wie ein Motto durch den Raum.“Den Overheadprojektor, mit dem das Motiv an die Wand geworfen wird, wird den Jugendlichen von der Offenen Schule zur Verfügung gestellt.

Die Jugendlichen wechseln sich bei der Arbeit ab, immerhin haben die Schüler momentan Osterferien. Trotzdem finden sich jeden Tag wieder Freiwillige ein, um Hand anzulegen. „Wir haben ungefähr zehn bis zwölf Helfer“, freut sich Hetzel. „Ich bin jeden Tag aufs Neue begeistert, wie viel wieder geschafft ist und wir hoffen, mit den Arbeiten nach Ostern fertig zu sein.“

Quelle: op-online.de

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