Kinderfastnacht in Langstadt

Geschwisterliebe und Tanz

+
Das Zaubern hat ja so seine Tücken, mitunter kommt statt eines weißen Tigers eine Kuh zum Vorschein.

Langstadt - „Ach was haben wir uns lieb“, seufzen Jil Rosenthal und Larissa Dreizehner immer wieder. Die beiden stehen in der Bütt auf der Bühne der Markwaldhalle und sprechen gemeinsam über die Geschwisterliebe, die mitunter nicht ganz so lieblich, sondern eher hässlich ist. Von Ulrike Bernauer 

Da wird mit Schimpfworten um sich geworfen, zu denen auch Knallfrosch, Blödmann oder Runkelrübe gehören. Am Ende besinnen sich die beiden und es kommt aus vollem Herzen: „Was tät ich, wenn ich dich nicht hätt’.“

Der Turnverein Langstadt hatte in die Markwaldhalle eingeladen, und alle Stühle waren besetzt. Viele Kinder tummelten sich in den verschiedensten Kostümen und auch viele Eltern waren anwesend, um sich das bunte Treiben auf der Bühne anzuschauen. Es gab einige Büttenreden, wie das Zwiegespräch zwischen Yannick Koch und Lukas Krumb, alias Peppo und Schorsch, die sich gegenseitig als Lausbuben Witze zuwarfen. Niklas Albrecht klagte, dass er für alles viel zu jung sei. Dabei verstand er seine Eltern gar nicht, denn als sie ihn bei einem Freundesabend verbannten, hatte er die besten Witze eh schon gekannt. Dafür hatte der 13-Jährige eine klare Zukunftsvision: „Wenn ich mal 18 bin, geh ich nur mit den blondesten Mädels aus.“

Eine „Magic-Show“

Der Elferrat mit seiner Sitzungspräsidentin Lucia-Maria Salzner und der Co-Chefin Fabienne Salzner führte nicht nur mit viel Witz durch die Sitzung, verlieh Orden und kündigte die Gruppen an, sondern kam mitunter auch selbst in Teilen auf die Bühne. So gestalteten die Jungs und Mädels eine „Magic-Show“, in der kräftig gezaubert wurde. Es kam sogar zu einem Duell zwischen dem ortsansässigen und einem fremden Zauberer, das der Einheimische klar für sich entschied. Verzauberte er doch einen weißen Tiger in ein entzückendes Mädchen, während der Fremdling aus der großen Zauberkiste nur eine Kuh holte.

Alles zum Thema Fastnacht lesen Sie im Online-Spezial

Auf der Bühne wurde auch gesungen, Viktoria Fischer kam als berühmter Überraschungsgast Helene Fischer nach Langstadt, dazu gesellte sich als ebenfalls sehr bekannter Musikerkollege Andreas Gabalier in Gestalt von Tobias Mathes. Die beiden lösten einen regelrechten Flashmob in der Markwaldhalle aus, das Publikum war begeistert. Natürlich durften auch die Tanzvorführungen nicht fehlen. Den Anfang machten die Jüngsten des Langstädter Turnvereins, sie kamen zum Tanz der Micky Mäuse auf die Bühne. Die kleine Garde schwang beim traditionellen Tanz die Beine fast in den Himmel. Hip-Hop führten die einzigen Gäste des Nachmittags vor, sie kamen von der Dieburger Tanzschule Wehrle.

Kämpferisch hingegen präsentierte sich die TSV-Tanzgruppe der Sieben- bis Neunjährigen, sie waren nicht nur als Boxer ausstaffiert, sondern übten sich auch im Schattenboxen und im Breakdance. Die Trainerinnen Tanja Rau und Ilona Danel hatten nicht nur diesen Tanz einstudiert, sondern auch all die anderen abwechslungsreichen Tänze der Langstädter Kinder wie auch den von den Flying Kids.

Insgesamt zeigten sich die beiden Hauptorganisatoren Michael Salzner und Heiko Duda, genauso wie die Langstädter ganz begeistert von der Sitzung 2014, die unter dem Titel „Las Vegas“ stand. „Es war eine super Show“, waren sich alle einig.

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare