Fastnacht in Babenhausen

Kostümsitzung in Sickenhofen: Stilgerechte Tradition

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Talea Hautmann ließ auf der Sitzung des Sickenhöfer Karnevalvereins die Tanzmariechen-Tradition wieder aufleben.

Sickenhofen - Wegen Brandschutzmängeln geschlossen – an diesem Thema kam die Narrenschar bei der 40. Sitzung des Sickenhöfer Karnevalvereins nicht vorbei. Die vorübergehende Schließung der Friedel-Wiesinger- Halle im vergangenen Jahr hatte die Gemüter erregt. Von Walter Kutscher

Jetzt erntete Sitzungspräsident Achim Frankenberger kräftigen Applaus, als er in der ausverkauften Halle über die Renovierung der elektrischen Anlagen und den Einbau zusätzlicher Sicherheitsausgänge- und -einrichtungen berichtete. Um Schlag 19.11 Uhr waren Frankenberger und der Elferrat einmarschiert, begleitet von der Kapelle „Paradiso-Music“ und der Garde. 19 Programmpunkte hatten die Verantwortlichen des SKV um Vorsitzende Beate Höreth zusammengestellt. Nach dem ersten Gardetanz sinnierten „Mechthild und Annemarie“ über Gott und die Welt und die beiden Münsterer regten erstmals die Lachmuskeln des Publikums an. Danach besuchte auf ihrer Tour durch die Stadtteile das Prinzenpaar Ilka I. und Ralf I. mit ihrem Gefolge Sickenhofen. Schlag auf Schlag ging es weiter. Die kleine Garde präsentierte den Tanz „Einhorn“ und gleich danach begeisterte die mittlere Garde mit dem Thema „Baywatch“. Das Publikum klatschte im Rhythmus der Musik mit und die Mädchen kamen nicht ohne Zu-gabe von der Bühne.

„Und ich flieg, flieg, flieg ...“ – mit fetziger Musik und tollen Liedern heizte die Musikgruppe „Dentalos“ von der 1. Griesheimer Carneval Gesellschaft danach den Gästen ein und die Showgarde vom SKV machte mit ihrem Tanz „Boxer“ einen auf Klitschko.

Gegen 21.30 Uhr konnten die Fastnachter sich dann für die zweite Hälfte des Abends stärken. Das Küchenteam vom SKV servierte allerlei Schmackhaftes: Vom Lachsbrötchen und Käsewürfel bis zu Pizzabrötchen und Laugenbrezel war für jeden Geschmack etwas dabei.

40 Jahre Sickenhöfer Karnevalverein: Bilder zur Sitzung

Lange Zeit war früher auch das klassische „Tanzmariechen“ im Programm des SKV. Nun lebte diese Tradition wieder auf und Talea Hautmann zeigte einen stilgerechten Tanz. Eine Büttenrede von Heidi Thomas mit pantomimischen Einlagen leitete über zum „Karneval in Venedig“. Die Starlettsgarde entführte unter dem Titel „Venezianischer Maskenball“ die Gäste in den italienischen Karneval.

Seit einigen Jahren sorgt Sänger Reinhard Paul aus Hanau für eine Bombenstimmung und punktete auch dieses Jahr mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und weiteren Stimmungssongs. Direkt aus der Hölle betrat das Männerballett in Form lustiger Teufel die Bühne und zog die Zuschauer mit ihrer Mischung aus komischer Akrobatik und satanischem Gelächter in ihren Bann. Mit der großen Garde und ihrem Tanz „Grease“ sowie der Musikgruppe „Happy Sound“ aus Michelstadt endete ein abwechslungsreiches Programm. Optischer Höhepunkt war das Finale, als alle Mitwirkenden in ihren bunten Kostümen auf der Bühne standen.

Quelle: op-online.de

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