Maskenballs des Gesangvereins Liederkranz

Flower-Power auf Kokolores-Party in Hergershausen

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Kunterbunte Clowns waren echte Hingucker bei der Kokolores-Kostümparty des Gesangvereins Liederkranz in Hergershausen.

Hergershausen – Rosa Flamingos, bunte Clowns, Comicfiguren, eine Gruppe Mary Poppins mit Schornsteinfegern, Regenwolken und jede Menge Cordula Grüns feierten im Bürgerhaus eine ausgelassene Faschingsfete. Von Petra Grimm

Im Jahr 2014 war die Premiere der närrischen Kokolores- Party und seither schreibt die Veranstaltung des Gesangvereins Liederkranz Erfolgsgeschichte. Auch Samstagnacht war der Saal wieder gut gefüllt und fast 300 Kostümträger schwangen zur Live-Musik von Corinna und Victor und später noch zu DJ-Klängen ihre Tanzbeine.

Für schwungvolle Bühnenauftritte und gute Laune sorgten die jungen Tänzerinnen der Gruppe Amaya des Hergershäuser Turnvereins und das Männerballett aus Sickenhofen. Da der Brandschutz in der Halle verbessert wurde, konnte auch wieder entspannter gefeiert werden. Ausreichend Feuerwehrmänner waren trotzdem auf ihren Posten und sorgten für die Sicherheit des Partyvolks. „Wir sind der Stadt dankbar, dass wir wieder relativ normal feiern können“, sagten die beiden Vorsitzenden, Christel Kirchhöfer und Manfred van Bürk. Und es füllten nicht nur Hergershäuser den Saal, auch aus umliegenden Orten fanden sich Narren in. Denn da der Babenhäuser Gesangverein Eintracht seinen Rosenmontagsball in der Stadthalle in diesem Jahr einstellt, ist Kokolores tatsächlich der einzige Maskenball im Stadtgebiet.

Der Flower-Power-Zeit huldigte der Chor „Junge Töne“, der die Fete managte, mit seiner bunten Dekoration, die die 70er Jahre wieder aufleben ließ. Passend dazu wurde fruchtige Bowle angeboten, allerdings mit Mango, die in den 70ern eher selten in einen Bowletopf geschnippelt wurde. Als Blickfänger zierten große VW-Bullis die Wände. Dass sogar einige Bewohner des Neubaugebietes bei den Diensten mithalfen, die gar nicht Vereinsmitglieder sind, freute die Vorsitzenden. „Bei dieser Veranstaltung zeigt sich jedes Jahr der Zusammenhalt im Ort“, sagte Christel Kirchhöfer.

Bilder: Kokolores-Ball in Hergershausen

Nicht nur die Organisatoren des Gesangvereins, sondern auch viele Gäste hatten sich in quietschbunte Hemden und Schlaghosen gestürzt, schwitzten unter Wuschelperücken und hatten ein Peace-Zeichen um den Hals hängen. „Wir kannten das Motto gar nicht, als wir uns unser Kostüm überlegt haben“, sagte Claudia Breuckmann lachend. Sie gehörte zu einer größeren Gruppe Hippies, begeisterte Fastnachter, die jedes Jahr bei Kokolores durch ihre kreativen Kostüme auffallen. Vor zwei Jahren tanzten sie beim Kokolores-Ball als knallrosa Grinsekatzen. „Von diesem Kostüm konnten wir praktischerweise die Westen jetzt auch als Hippies nochmal verwenden“, erzählen die fröhlichen Frauen, die inzwischen einen stattlichen Kostümfundus zuhause haben. Als Gruppe feiern sie bei vielen Fastnachtsveranstaltungen in der Region mit. „Beim Hexenrummel in Seligenstadt sind wir mindestens schon seit 15 Jahren“, sagte Iris Kunz. Bei der „Nacht der strammen Waden“, der Frauensitzung des CVB, werden sie am kommenden Donnerstag allerdings zum ersten Mal sein.

Auffällig waren auch die selbst gebauten Kostüme von Barbara und David Heusinger von Waldegge. Sie tanzte als eine Mischung aus Einhorn und Flügelpferd, wobei die aus einem Holzgestell mit Schaumstoff geschaffenen Flügel sogar aufgeklappt werden konnten. Ihr Mann feierte als Marvel-Superheld Daredevil. „Etwa die Hälfte des Kostüms ist aus dem Internet und der Rest Eigenkreation“, sagte er über das Outfit, in dem es im Laufe des Abends, vor allem unter dem Helm, ziemlich warm wurde. Das steckte der Hergershäuser weg, ebenso wie die 400 Euro, die er für die Kostümierung angelegt hat: „Ich besuche regelmäßig Comic-Conventions. Da kann ich das Kostüm noch mal verwenden.“

Bilder: Kokolores-Ball in Hergershausen

Quelle: op-online.de

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