Wie Feuer und Wasser

Prinzenpaar in Babenhausen hat närrische Wurzeln

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Prinzessin Marie I. (Malingriaux) und Prinz Christoph I. (Pöschl). Fotos: pg

Babenhausen – Bei den Babenhäuser Tollitäten sind die Zuständigkeiten klar aufgeteilt. Prinzessin Marie I. (Malingriaux) ist für Feuer zuständig, Prinz Christoph I. (Pöschl) für Wasser. Von Petra Grimm

Denn eine aktive Feuerwehrfrau und Kinderfeuerwehr-Betreuerin und ein Schwimmtrainer des TVB teilen sich den Narrenthron. Das junge, ehrenamtlich engagierte Paar hat mit seiner Offenheit und Fröhlichkeit die Herzen der Untertanen mühelos erobert und freut sich auf die weitere Kampagne, die am heutigen Samstagabend bei der großen CVB-Sitzung einen Höhepunkt finden wird.

Die Aufregung vor den öffentlichen Auftritten lege sich allmählich, erzählen die 21-jährige Gärtnerin und der 31-jährige Werkzeugmacher, die sich auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt kennengelernt haben. Seit eineinhalb Jahren sind sie ein Paar und seit dem Heiratsantrag beim Prinzenempfang verlobt. „Bei der ersten Vorstellung in der Öffentlichkeit am 11.11. habe ich richtig gezittert vor Nervosität“, erinnert sich Christoph I. aus dem Hause Pöschl, dessen Eltern viele Jahre erfolgreich die Gaststätte Hanauer Tor betrieben haben. Maries Mutter kümmert sich als Krankenschwester um die Gesundheit von Menschen und ihr Vater als Kfz-Mechaniker um die von Autos.

Bis zur offiziellen Präsentation als neues Prinzenpaar nichts zu verraten, sei wirklich schwer gewesen. Im September habe Hofmarschall Roland Keil die beiden „angeworben“. Sie mussten nicht groß überlegen und haben zugesagt. Bereut haben sie es bisher nicht. „Man ist nur einmal jung und das ist ja eine einmalige, ganz besondere Erfahrung“, sagt der Prinz, der die beiden Töchter seiner Schwester Nicole Blümler als Pagen rekrutiert hat. Annika (12) und Alicia (9), die in der Mittleren beziehungsweise Kleinen Garde des CVB tanzen, begleiten das Prinzenpaar durch die Kampagne, in deren Verlauf die Regenten rund 35 Termine absolvieren. Da ist Kondition beim Winken und Lächeln angesagt. Den Vortrag der von Roland Keil geschriebenen Reden nehmen sie sehr ernst, erzählt der Prinz: „Dafür haben wir schon einige Abende zuhause geprobt. Wir wollen ja nicht stotternd auf der Bühne stehen. Das ist ja sonst auch eine Zumutung für das Publikum.“

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Bis Aschermittwoch werden sie noch vor einigen größeren und kleineren Menschenansammlungen in Samt und Seide gehüllt mit ihren närrischen Reimen und Helau-Rufen für gute Laune sorgen. Die CVB-Bühne zumindest ist für beide kein Neuland. Prinzessin Marie I., die aus Harreshausen stammt, hat bereits als Kind in der Garde getanzt und ist seit diesem Jahr Mitglied der Prosecco-Mädchen. Der sportliche Prinz, der schon einige Triathlons absolvierte, schwingt seit vergangenem Jahr beim Männerballett „Bawwehaiser Bembelbuuwe“ seine trainierten Beine. Erfahrungen beim Fastnachtszug hat er seit seiner Kindheit reichlich mit den Handballern, dem Babenhäuser Turnverein und der Gruppe Rothermel gesammelt.

Und was hat Marie in der Vergangenheit bei den Umzügen gemacht? Ganz klar: Als Feuerwehrfrau bei den Absperrdiensten für die Sicherheit gesorgt.

Quelle: op-online.de

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