Der närrische Fahrplan für die kommenden Wochen

Fastnacht in Babenhausen: Von Rathaussturm bis Umzug

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Babenhausen - Kostüme werden gebügelt, Perücken entstaubt und der Aspirinvorrat aufgefüllt: Der Countdown für die fünfte Jahreszeit läuft. Von Petra Grimm 

Für alle Fastnachter, die sich allmählich in die Startlöcher begeben, hier ein Fahrplan durch die tollen Wochen in Babenhausen und seinen Stadtteilen. An der frischen Luft wird bereits am kommenden Samstag, 21. Januar, ab 11.11 Uhr auf dem Marktplatz gefeiert. Beim Rathaussturm reißt der Carnevalverein Babenhausen (CVB) mit seinen Prinzenpaaren und Garden die Macht wieder an sich. Dass die Stadtkasse, die üblicherweise zur Beute der Aufständischen gehört, in diesem Jahr leerer als leer ist, wird den Spaß an der närrischen Revolte nicht trüben.

Die erste Sitzung im Stadtgebiet geht traditionell über die Bühne der Friedel-Wiesinger-Halle in Sickenhofen, wo der SKV am Samstag, 28. Januar, ab 19.11 Uhr ein tolles Programm bieten wird, in dessen Mittelpunkt wieder die acht Garden des Vereins stehen. Mittelalterlich geht es bei der Lengschder Fastnacht zur Sache. Da der Ort in diesem Jahr sein 750jähriges Bestehen feiert, stehen die beiden Sitzungen des TSV Langstadt, am 4. und am 11. Februar um 19.11 Uhr in der Markwaldhalle, unter dem Motto „Karneval Anno 1267 – 750 Jahre Langstadt“. Der CVB begrüßt das kostümierte Volk am 11. und 18. Februar um 19.11 Uhr zu seinen beiden Sitzungen in der Stadthalle unter dem Motto „Im Dschungel sind die Affen los, nein es sind die Narren bloß“.

Kindersitzungen werden am Sonntag, 12. Februar, sowohl in der Stadthalle unter der Regie des CVB (15.11 Uhr) als auch beim TSV Langstadt in der Markwaldhalle (14.11 Uhr) für ausgelassene Freude unter den kleinen Jecken sorgen. Ihre Tanzbeine können die Narren am Samstag, 18. Februar, ab 20.11 Uhr im Hergershäuser Bürgerhaus schwingen. Hier laden die „Jungen Töne“ des Gesangvereins Liederkranz zu ihrer bei allen Generationen beliebten Faschingsfete „Kokolores“ ein. Konfetti-Alarm herrscht im Stadtteil Harpertshausen traditionell im DRK-Heim, wo der Verein am Samstag, 18. Februar, um 19.11 Uhr eine bunte Sitzung auf die Beine stellt. Die Kinder sind hier am Sonntag, 19. Februar, um 14.33 Uhr zu Polonäsen und fröhlichen Spielen eingeladen.

Närrische Senioren schunkeln ebenfalls am 19. Februar ab 14.11 Uhr bei der Kräppelsitzung in der Stadthalle, die wieder vom Elferrat des TSV Langstadt gemanagt wird. An Weiberfastnacht, Donnerstag 23. Februar, lädt die CVB-Prinzengarde zur „Nacht der strammen Waden“ ein. Bei dieser Frauensitzung stehen ab 20.11 Uhr nur männliche Akteure auf der Stadthallenbühne. Und dann naht auch schon das große Fastnachtswochenende, das die Kondition noch einmal auf die Probe stellt. Beim Kappenabend der Handballer der SG Rot-Weiss, am Freitag, 24. Februar. in der Harreshäuser Mehrzweckhalle, wird der Dancefloor wieder vor allem von jüngerem Partyvolk strapaziert werden. Am Fastnachtssamstag, 25. Februar, lädt der CVB ab 19 Uhr zum Kappenabend in die Reiterschänke und die Tischtennisabteilung des TSV Langstadt ab 20.11 Uhr ins Vereinsheim zum Kappenabend unter dem Motto „Retro“.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Am Fastnachtssonntag, 26. Februar, steppt der Bär im Hergershäuser Bürgerhaus, denn der SV Kickers lädt ab 13.33 Uhr zu seiner traditionellen Kinderfastnacht ein. Seine Prinzenpaare weckt der CVB wieder am Rosenmontag, 27. Februar. Das Kinderprinzen- paar Leon I. und Runa I. werden um 10 Uhr aus den Federn geschmissen und das große Prinzenpaar Carsten I. und Anna Elena I. bereits um 7 Uhr. Der traditionelle Rosenmontagsball des Gesangvereins Eintracht steigt ab 20.11 Uhr in der Stadthalle.

Nachdem der Fastnachtszug im vergangenen Jahr wegen der Wetterkapriolen abgesagt werden musste, wird er zum Abschluss dieser Kampagne am Fastnachtsdienstag, 28. Februar, ab 13.11 Uhr wieder durch die Straßen rollen. „Auch ohne städtische Unterstützung, was eine Herausforderung bedeutet“, so Helmut Fendt, Zugmarschall und Vorsitzender des Babenhäuser Vereinsgremiums. „Aber der Zug findet auf jeden Fall statt und zwar mit allen Kapellen, auch wenn wir in diesem Jahr aus den Rücklagen in unserer Vereinskasse drauf legen müssen“, sagte Fendt. Die im vergangenen Jahr für den abgesagten Zug gekauften Plaketten behalten ihre Gültigkeit, was ein zusätzliches finanzielles Problem für die Veranstalter bedeutet. Denn auch der ausgefallenen Gaudiwurm hatte Kosten verursacht. Deshalb hoffen die Akteure, dass viele Zuschauer trotzdem die neuen Plaketten für den Umzug kaufen, auch wenn sie noch die vom Vorjahr haben.

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Quelle: op-online.de

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