Die „Faszination Ironman“

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Dieter Noll auf der Laufstrecke.

Babenhausen - Schon seit der Anmeldung im Juli vergangenen Jahres haben wir, Heike und Dieter Noll, uns über ein Jahr lang mit diesem Ereignis auseinander gesetzt. Von Heike und Dieter Noll

Die Vorbereitung verlief bis auf kleine Ausfälle reibungslos. Je näher der Termin in Frankfurt rückte, desto konkreter wurden die Zeitvorstellungen für den ersten Ironman.

Dann begann der „längste Tag des Jahres“ mit der Abfahrt um 4 Uhr nach Langen. Hier bot sich die erste Faszination mit über 2 000 Athleten und ihren Rädern. Es wurde gepumpt, gecremt, getrunken, gegessen oder auch nur geschaut. Heike wurde es etwas mulmig, als sie die Menschenmassen am Schwimmstart sah. Sie startete ziemlich weit hinten und kam nach 1:28 Stunden relativ entspannt an Land.

Dieter begab sich seitlich ins Zentrum. Als nach der Nationalhymne der Startschuss erfolgte, löste sich das Getümmel allmählich auf und er konnte sehr gut schwimmen und verließ das Wasser nach 1:14 Stunden. Angefeuert von den vielen Zuschauern, unter denen auch Freunde und Bekannte waren, ging es nun in die Wechselzone 1 zu den Fahrrädern und dann in flotter Fahrt Richtung Frankfurt.

Die vielen Stimmungsnester an der Strecke und Freunde und Bekannte trugen sicherlich dazu bei, dass die 180 Kilometer sehr kurzweilig waren. Die Wetterverhältnisse und die Streckenverpflegung alle 20 Kilometer sorgten dafür, dass Heike in 6:16 Stunden und einem Schnitt von 28,7 km/h den Römer erreichte und das Rad in die Obhut der vielen Helfer übergeben konnte.

Dieter musste sich auf der Radstrecke immer wieder bremsen. Nach einem Schnitt von 33,2 km/h in der ersten Runde nahm er in der zweiten noch etwas Fahrt heraus und kam nach einem Radsplit von 5:41 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 31,6 km/h in die Wechselzone 2.

Der Lauf

Heike Noll beim Wechsel aufs Rad.

Der Marathon am Mainufer über vier Runden war an Stimmung kaum zu überbieten. Die zahlreichen, gut organisierten Verpflegungsstellen halfen, dem heißen Wetter zu trotzen. Wieder waren viele bekannte Gesichter zur Unterstützung und Aufmunterung an der Strecke. In flottem Tempo machte sich Heike auf die Laufstrecke und erfuhr schon bald, dass Dieter bereits seit 50 Minuten am Laufen war. Über drei Runden gelang es ihr, diesen zügigen Schritt beizubehalten, die vierte Runde wurde etwas langsamer.

Dieter musste nach etwa fünf Kilometern feststellen, dass die Beine doch nicht mehr so frisch waren. Die süßen Gels hingen ihm zum Hals raus und es halfen nur noch Wasser und Schwämme. Als er auf etwa der Hälfte der Strecke von der Wette erfuhr, dass Heike ihn womöglich einholen könnte, fand er seinen Rhythmus wieder. Mit dem fantastischen Zieleinlauf auf dem Römer beendete er seinen ersten Ironman in 11:55 Stunden.

Ebenso überwältigt von den vielen jubelnden Zuschauern überquerte Heike nach einem tollen Marathon in 4:09 Stunden die Ziellinie in einer Gesamtzeit von 12:09 Stunden.

Fazit Dieter: „Tolle Veranstaltung, Schwimmen und Radfahren waren super. Das Laufen sollte besser werden, die Endzeit war gut. Es wird hoffentlich nicht der letzte Ironman gewesen sein.“ Fazit Heike: „Vielleicht war es nicht mein einziger Ironman, aber diese Eindrücke werden einmalig bleiben.“

Quelle: op-online.de

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