FDP-Direktkandidatin mit ihrem Wahlergebnis sehr zufrieden

Scinardo aus dem „Heuss-chen“

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Ute und Georg Wittenberger (von links) hatten die Idee mit den Namen FDP-„Heuss-chen“. Bundestagsdirektkandidatin und Fraktionsgeschäftsführerin Milena Scinardo (von rechts), Fraktionsvorsitzender Manfred Willand und Stadtverordnete Anja Geißler überreichten den Gewinn: einen Weinpräsentkorb.

Babenhausen - „Es war eine tolle, intensive Zeit“ – FDP-Direktkandidatin Milena Scinardo zieht nach dem Bundestagswahlkampf Bilanz und freut sich auf Besuch im „Heuss-chen“. Von Norman Körtge 

„Mama hier, Mama dort“ – für den zwei Jahre alten Sohn von Milena Scinardo ist die Zeit der omnipräsenten Mutter im Straßenbild vorbei. Auf zahlreichen Plakaten und Bannern warb die 37-Jährige in den vergangenen Wochen im Wahlkreis 187 Odenwald – zu dem neben Babenhausen und Schaafheim unter anderem auch Dieburg, Rodgau und Seligenstadt gehören – als FDP-Direktkandidatin um Stimmen. Mit den 7,2 Prozent im Wahlkreis – bei der Zweitstimme holten die Freien Demokraten 10,2 Prozent – ist Scinardo sehr zufrieden. Und viel mehr noch mit den 1172 Stimmen (13,2 Prozent), die sie in ihrer Heimatstadt bekam. In einem Wahlbezirk in der Kernstadt gar 17,7 Prozent.

„Es war eine tolle, intensive Zeit“, erzählt Scinardo am Tag nach dem Urnengang, „und es hat mich für meine weitere kommunalpolitische Arbeit unheimlich motiviert.“ Auf der politischen Bühne ist sie noch ein richtiger Neuling. Erst seit Anfang 2016 engagiert sie sich lokalpolitisch, zog an der Seite von Manfred Willand und Anja Geißler nach der Kommunalwahl in die Stadtverordnetenversammlung ein. Die FDP verdreifachte damit zugleich die Zahl ihrer Abgeordneten. Die Freude über den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag ist bei Scinardo, die zudem stellvertretende FDP-Vorsitzende im Kreisverband Darmstadt-Dieburg ist, deutlich spürbar: „Uns ist das Comeback auf Bundesebene gelungen. Das Wahlergebnis zeigt, dass man uns vermisst hat und wir die richtigen Themen gesetzt haben.“

Fest steht für die Diplom-Bankbetriebswirtin, dass mit dem Wahltag die Arbeit nicht beendet ist. „Jetzt geht es erst richtig los“, sagt sie. Schließlich müssten bundespolitische Themen in den Wahlkreis transportiert werden. Auch mit der AfD, die in Babenhausen bei den Zweitsimmen mit 14 Prozent drittstärkste Kraft wurde, müsse sich auseinandergesetzt werden. „Unsere Aufgabe ist es zu zeigen, wie wenig Inhalt die AfD hat.“ Sie müsse durch Sachargumente entlarvt werden.

Dass der FDP-Ortsverband in Babenhausen mehr Flagge zeigen möchte, hat er, wie berichtet, mit der Eröffnung eines Domizils in der Bummelgass’ (Fahrstraße 9) bereits unter Beweis gestellt. Nun hat es einen Namen. Zum Altstadtfest hatte die FDP einen Kreativwettbewerb zur Namensfindung ausgelobt. Wie Fraktionsvorsitzender Willand berichtet, waren am Ende des Festes 45 Vorschläge in der Kreativ-Box zu finden – zum Beispiel „Große Freiheit Nr. 9“ und „Liberarium“. Das Rennen machte aber das von Ute und Georg Wittenberger, Schriftführerin und Vorsitzender des Heimat- und Gesichtsvereins, eingebrachte „FDP-Heuss-chen“ Ein Wortspiel in Anspielung auf den ersten deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss (1949 - 1959).

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Quelle: op-online.de

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