Feindberührung auf dem Teich

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Ein Zweikampf wird vom Publikum im Hintergrund angefeuert.

Hergershausen ‐ Die beiden Boote mit den etwas vorbelasteten Namen Jenny I und Jenny II gleiten unter dem begeisterten Applaus der zahlreichen Zuschauer aufeinander zu und mit Schwung aneinander vorbei. Von Petra Grimm

Die zwei in jedem Nachen sitzenden Ruderer arbeiten mit hektischen Bewegungen an einer Richtungsänderung. Zu einer Feindberührung kommt es trotzdem nicht, dafür zu Gelächter im Publikum. Die beiden Akteure, die mit einer langen Stange in der Hand an der Spitze der beiden Boote stehen, um sich gegenseitig ins Wasser zu schubsen, schwanken leicht. Aber sie fallen nicht. Wer bei diesem Wettkampf, der einem alten Fischerbrauch nachempfunden ist, ins Wasser fällt hat verloren.

Mehr Eindrücke vom Fischerstechen:

Fischerstechen beim ASV Hergershausen

Baden gegangen sind am Wochenende einige beim Fischerstechen, das der Hergershäuser Angelsportverein im Rahmen seiner dreitägigen Feier zum 50-jährigen Jubiläum ausrichtete. Sehr zur Freude der Festgäste, die den zweitägigen Spaßwettbewerb auf einem der drei vereinseigenen Angelteiche sehr genossen. HR 3-Moderator Tobias Kämmerer sorgte mit seinen frechen Sprüchen für Lacher und peppte das fröhliche Treiben gekonnt auf.

Insgesamt 20 Teams, auch aus Nachbarorten, traten teilweise lustig kostümiert und mit klangvollen Namen gegeneinander an. So sah man „Hubraumprinzen“, „Alte Stecher“, „,Mehr’ Jungfrauen“ oder auch „Nixen“ die Lanzen schwingen. Immer drei Frauen oder Männer saßen in einem Boot: ein Stecher, zwei Ruderer. Erlaubt waren nur Stöße gegen die Brust. Die DLRG war vor Ort, musste in dem etwa 1,50 Meter tiefen Teich aber keine Rettungsaktion starten.

Das Fischerstechen, das sicher die wenigsten Zuschauer schon einmal vorher erlebt hatten, gehörte zu den Höhepunkten des dreitägigen Jubiläumsfestes, bei dem außerdem eine HR3-Disco-Party, Live-Musik und ein Feuerwerk am Erlensee für Unterhaltung gesorgt hatten. .

Quelle: op-online.de

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