Ferienspielkinder spielen Tennis

Für Ballwechsel dauert es noch

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Zum Ende des Tennisschnupperns darf dann auch der Ball mit dem Schläger geschlagen werden. TCB-Trainer Jan Gehb (rechts) wirft den Ferienspielkindern die Bälle zu.

Babenhausen - 36 Kindern der städtischen Ferienspiele hat der Tennisclub gestern die Möglichkeit geboten, einmal unter Anleitung den Schläger zu schwingen. Bis es so weit war, dauerte es allerdings ein wenig. Von Norman Körtge

„Wann können wir endlich Tennis machen?“ Bereits nach einer knappen Viertelstunde auf dem Gelände des Tennisclubs Babenhausen (TCB) in Harreshausen wird ein Junge unruhig, möchte endlich einen der in Sichtweite liegenden Schläger in die Hand nehmen und einen Ball schlagen. Aber es wird noch weitere 45 Minuten dauern, bis er und die 17 weiteren Kinder der städtischen Ferienspiele zum Tennisspielen kommen werden – wenn man die Übungen so bezeichnen kann.

„Auch das Laufen gehört zum Tennis“, weist Jan Gehb, TCB-Tennistrainer mit C-Lizenz, den etwas vorlauten Jungen freundlich, aber direkt hin. Und es geht weiter mit Lauf- und Koordinationsspielen. Dazu hat Gehb jede Menge Ringe und Markierungshütchen bereit, die für Slalomläufe in verschiedenen Variationen genutzt werden. Erst danach kommt zumindest ein Tennisball ins Spiel – in Kombination mit einer leeren Balldose. Mit der gilt es, den hochgeworfenen oder geprellten Ball aufzufangen. Erst im Stehen, dann im Laufschritt.

„Damit trainieren und fördern wir die Hand-Augen-Koordination“, erklärt Gehb in einer kurzen Pause. Der Sportstudent an der Hochschule in Darmstadt ist nach der ersten Hälfte des auf zwei Stunden angesetzten Schnupperprogramms gestern Vormittag auch sicher: „Richtiges Tennis wird hier heute nicht gespielt.“ Womit er vor allem Ballwechsel meint. Das sei auch ganz normal beim Tennis und der große Unterschied zu anderen Sportarten. „Fußball kann man sofort spielen“, sagt Gehb. Beim Tennis hingegen gelte es, das Laufen, die Motorik und die Koordination zu fördern.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Erst nach einer Stunde dürfen die Sechs- bis Neunjährigen dann zu den Schlägern greifen. Mit Übungen wie dem Balancieren auf der Hand wird sich damit vertraut gemacht, ehe mit dem Ball das Gleichgewicht gehalten wird. Dann ist es endlich soweit. In einer Reihe aufgestellt, dürfen die Kinder den von Gehb zielgenau geworfenen Ball mit dem Schläger übers Netz schlagen. Erst mit der Vor-, dann mit der Rückhand. Bei einigen sieht das bereits erstaunlich gut aus, andere haben noch etwas Mühe, manchen schlagen Luftlöcher. Schließlich tragen sie sogar einen Wettkampf aus, wer die meisten Bälle nacheinander ins gegenüberliegende Feld schlagen kann. Es gewinnt ein Mädchen.

Derart im Wettkampfmodus, fällt auch das Einsammeln der über den ganzen Platz verstreuten Bälle einfach. „Wer sammelt die meisten ein?“, spornt der Tennistrainer die Kinder an. Mit Erfolg.

Fotos: Ferienspiele Babenhausen zu Gast im Freibad

Ob die beiden gestern angebotenen zweistündigen Schnupperkurse für jeweils 18 Ferienspielkinder für den Tennisclub ein Erfolg sein werden, muss abgewartet werden. „Das ist unsere Zielgruppe. Da müssen wir anfangen, um Nachwuchs zu bekommen“, meint Gehb. Denn dem TCB gehe es da wie vielen anderen Vereinen, ergänzt Pressewartin Annette Roth. Es kommen zu wenige junge Spieler nach.

‘ Der Tennisclub bietet kostenloses Schnuppertraining für Tennisfreunde jeden Alters an. Das Training findet jeweils an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr auf der Tennisanlage des Tennisclubs Babenhausen an der Harreshäuer Allee statt. Zur besseren Planung und Koordination bittet der Club um Anmeldung per E-Mail an trainer@tc-babenhausen.de.

600 Kinder feiern Ende der Ferienspiele

Quelle: op-online.de

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