Feste Radaranlagen und Lkw-Verkehr verringern

Babenhausen - (st) Die Bouxwiller-Straße wird täglich von etwa 14 000 Kraftfahrzeugen frequentiert.

Ein erheblicher Teil davon entfällt auf den Schwerlastverkehr, der inzwischen auch in den späten Abend-, in den Nacht- sowie den frühen Morgenstunden festzustellen ist. In Stoßzeiten passieren laut SPD-Fraktion 120 bis 150 Lkw pro Stunde jenen Streckenabschnitt der L 3116. Anhand von Fahrzeugarten und Kennzeichnung sei zu merken, dass es sich hierbei mutmaßlich zu einem erheblichen Teil um Transitverkehr handelt, der offenkundig die Umleitungsstrecke L 3116 nutzt, um die Mautgebühr auf der A 3 zu sparen.

Die Bouxwiller Straße ist ein innerstädtischer Streckenabschnitt der L  3116, führt ausschließlich durch Wohngebiete und wird von Schülern von insgesamt vier Schulen überquert.

„Auf Grund des vorgenannten (Schwerlast-)Verkehrsaufkommens kommt es zu einer exorbitanten Belastung an Lärm- und Luftschadstoffen sowie an Feinstaub für Mensch und Umwelt. Die Verkehrssituation stellt zudem eine erhebliche Gefährdung für die Schüler dar. Darüber hinaus wird diese Gefährdung gegenwärtig durch die Sperrung der Fußgängerbrücke über die Bouxwiller-Straße potenziert“, listet die SPD in einer Mitteilung auf.

Die Fraktion stellt daher zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung den Antrag, der eine Streckensperrung für den Lkw-Durchgangsverkehr durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde vorsieht. Behelfsweise sollen verkehrsbeschränkende Maßnahmen (etwa Nachtfahrverbote) für den Lkw-Verkehr zur Verringerung der Umweltfolgen ergriffen werden. Außerdem beantragt die SPD die Installation fester Radaranlagen. Denn beruhigt sich der Verkehr auf der Straße - etwa nachts oder an Wochenenden - werde zu schnell gefahren.

„Selbstredend sind die Maßnahmen noch nicht ausreichend, um eine nachhaltige Verkehrsführung für Babenhausen zu sichern. Entscheidend ist zudem, zügig ein städtischen Verkehrskonzept zu entwickeln, das den besonderen Erfordernissen in Sachen Emmissionsminderung als auch der Andienung bestehender und noch fehlender Gewerbegebiete Rechnung trägt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eric Spiehl.

Die SPD habe sich diesbezüglich mit ihrer Forderung nach einer Großen Südumgehung sowie einer Westumgehung bisher als einzige Partei „schon lange klar positioniert“. Wenn schon Schwerlastverkehr nach Babenhausen komme, müsse dieser auf Umgehungstrassen ortsansässiges Gewerbe ansteuern und somit für Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen sorgen. Nicht hinnehmbar sei hingegen, dass Lkw an Wohngebieten und Schulen vorbeifahren und Babenhausen als Transitstrecke nutzen.

Quelle: op-online.de

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