Feuer, Schnee und Stockbrot

+
Feuer und Schnee, wie hier beim Stockbrot, bewies sich als eine gute Mischung bei der Nikolaus-Wanderung der städtischen Kinder- und Jugendförderung.

Babenhausen - Bei der Nikolaus-Wanderung der städtischen Kinder- und Jugendförderung kam das Geheimnis ans Licht, welche Faktoren es braucht, um glückliche Kinderaugen zu erzeugen. Von Michael Just

Das sind: Schnee, Feuer mit Stockbrotgrillen sowie im Hintergrund die beschwingten Kinderlieder von Rolf Zuckowski. Und natürlich nicht zu vergessen: ein wohl gesonnener Nikolaus.

Zum dritten Mal gab es nun diese Wanderung. „Während es uns 2011 vollregnete, scheinen wir diesmal einen Vertrag mit Petrus zu haben“, resümierte Jugendpfleger Michael Spiehl noch während der Veranstaltung. Die startete mit einer kleinen Wanderung der 60 bis 70 Kinder in die Abenddämmerung. Hier erfreuten Laternen und Fackeln das Kinderherz.

Nahe des Tierheims an der Harreshäuser Allee folgte dann mit dem Aufstöbern des Nikolaus einer der spannendsten Momente. Und tatsächlich: Der Mann mit Bart wurde ausfindig gemacht und zeigte sich mit dem Verteilen von Geschenken als ziemlich gut drauf. Unter dem Kostüm steckte Dominik Staudt, der seine Premiere als Nikolaus feierte. „Die Freunde von der Jugendförderung hatten sich auf mich festgelegt, ohne dass ich von der Ehre wusste“, erzählt der 27-jährige Techniker lachend.

Auch wenn nicht mehr alle Kinder und Eltern nach dem Nikolaus-Auftritt zum Jugendcafé zurückkehrten, bereuten jene, die es taten, ihre Entscheidung nicht. Dort las noch die Autorin Katrin Penz ihre Geschichte „Hubi, die Maus“ vor. Wenig später entzündeten die Feuer-Fakire Aline und Marcel eine Pyro-Show.

Dazwischen warteten Kinderpunsch, Glühwein, Musik, Stockbrot, Waffeln und Würstchen. Sechs Helfer hatten dafür im Vorfeld emsig aufgebaut. „Halbe Sachen machen wir halt keine“, zeigte sich JuFö-Mitarbeiter Heidi Spiehl überzeugt.

Mit der Nikolaus-Wanderung für Kindergarten- und junge Schulkinder bewies die JuFö, dass sie breit aufgestellt ist. So deckt man derzeit ein Spektrum ab, das vom Kindergartenkind bis zum Alter von Mitte 20 reicht. Wurde früher verstärkt die Bindung an die Sechst- und Siebtklässler gesucht, läuft das mittlerweile durch die Ganztagsschulen anders.

„Der Aufwand, das Jugendcafé an vier bis fünf Tagen zu öffnen, steht nicht mehr in Relation zum Nutzen“, weiß Michael Spiehl. So haben veränderte Rahmenbedingungen die offene Jugendarbeit verändert und zu neuen Angeboten geführt.

Zu der gehört auch die Nikolaus-Wanderung. Der gute Zuspruch zeigte, dass die im dritten Jahr schon auf soliden Füßen steht. Mit Feuer und Stockbrot, Rolf Zuckowski im Hintergrund sowie einer weißen Schneepracht, die es nach den Wünschen der Kinder auch im nächsten Jahr hoffentlich wieder gibt, stehen zumindest neben dem Nikolaus die Erfolgsfaktoren fest.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare