Ölspur und Kellerbrand

Feuerwehr: Von einem Einsatz zum nächsten

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Starker Qualm empfing die Brandschützer beim Einsatz in Langstadt.  Foto: Feuerwehr

Babenhausen - Zwei Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr am Donnerstag zu bestreiten. Zunächst musste sie gegen 14 Uhr in der Jürgen-Schumann-Straße eine Ölspur beseitigen.

Vor Ort stellten die Brandschützer schnell fest, dass es sich nicht um eine normale Ölspur handeln konnte. Bereits der Kreisel an der VDO-Straße war massiv verunreinigt, und die Ölspur zog sich entlang der Joachim-Schumann-Straße bis zum Kreisel am Frauenborn.

Während erste Absicherungs- und Reinigungsmaßnahmen im Gange waren, gab es weitere Erkundungsfahrten. Dabei stellte sich heraus, dass die Ölspur durch den Großteil des Stadtgebietes führte. Aufgrund der Lage kam der Verdacht auf, dass ein öffentliches Verkehrsmittel als Verursacher in Frage kommen könnte. Nachforschungen beim Betreiber bestätigten dies. Beim Befüllen des Tanks wurde der Deckel nicht richtig geschlossen und so lief Diesel aus. Da das Fahrzeug im Linienverkehr eingesetzt war, blieb das Einsatzgeschehen nicht nur auf das Stadtgebiet Babenhausen begrenzt. Auch die Feuerwehr Rodgau durfte in ihrem Bereich einige Verunreinigungen beseitigen. Zur Beseitigung des Ölbindemittels auf Babenhäuser Seite wurde auch die Kehrmaschine des Eigenbetriebes angefordert.

Noch während der laufenden Arbeiten kam dann der nächste Alarm. Mit dem Einsatzstichwort Kellerbrand alarmierte die Leitstelle Darmstadt-Dieburg um 15.22 Uhr die Feuerwehren Langstadt, Harpertshausen und Babenhausen nach Langstadt in die Otzbergstraße. Aus einem Kellerfenster quoll beim Eintreffen der ersten Kräfte dichter Rauch und zog an der Fassade nach oben. Sofort bekämpfte ein Trupp mit Atemschutz im Inneren des Hauses den Brand und brachte das Feuer unter Kontrolle.

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz 

Wie berichtet, konnten sich der 42-jährige Bewohner, seine 16-jährige Tochter und die 77 Jahre alte Großmutter, die sich in dem Haus befanden, noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst in Sicherheit bringen. Bei eigenen Löschversuchen atmete der Eigentümer Rauchgas ein und wurde vom Rettungsdienst ambulant versorgt. Die Feuerwehr setzte zwei Hochleistungslüfter ein und kontrollierte mit der Wärmebildkamera die Räume auf eventuelle Brandnester.

Stadtbrandinspektor Mario Wörner koordinierte die 48 Einsatzkräfte aus Babenhausen, Langstadt und Harpertshausen. Mit an der Einsatzstelle waren auch ein Rettungswagen aus Schaafheim und eine Streife der Polizeistation Dieburg. Ausgelöst wurde der Brand durch Arbeiten im Heizungskeller, die Schadenshöhe gab die Polizei mit 20.000 Euro an.  

(st)

Katastrophenschutz und Feuerwehr üben in Babenhausen

Quelle: op-online.de

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