Neues Hubrettungsfahrzeug sorgt für mehr Sicherheit

Keine „halbe Lösung“ für die Feuerwehr

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Die Brandschützer in Babenhausen freuen sich über ein neues Hubrettungsfahrzeug.

Babenhausen - Als Ersatz für den Gelenkmast wird in Kürze bei der Feuerwehr Babenhausen ein neues Hubrettungsfahrzeug in Dienst gestellt. Mit dieser Neuanschaffung wird der bisherige Gelenkmast ersetzt.

Die Beschaffung wurde erforderlich, da das Vorgängerfahrzeug nicht mehr den Richtlinien als Hubrettungsfahrzeug entspricht und zahlreiche technische Mängel aufgetreten sind, die dazu führen, dass das Fahrzeug nur noch bedingt einsatzfähig ist.

Im Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt ist eine Neubeschaffung bereits seit 2009 vorgesehen. Da den Verantwortlichen von Feuerwehr und städtischen Gremien die Zukunftsfähigkeit des neuen Fahrzeugs ein besonderes Anliegen war, wurde eine Planungsgruppe gegründet. Während der Planungsphase wurden Informationen beschafft und Orientierungsgespräche mit anderen Wehren geführt. Oberstes Ziel war es, ein komplett den Feuerwehrrichtlinien entsprechendes Fahrzeug zu beschaffen und nicht wie beim derzeitigen Gelenkmast mit einer „halben“ Lösung arbeiten zu müssen.

Magistrat sicherte Finanzierung zu

Die ersten Informationen zur geplanten Beschaffung wurden auf der Feuerwehrmesse „Interschutz 2010“ gesammelt. Zahlreiche ausgestellte Fahrzeuge und Aufbaumöglichkeiten wurden begutachtet. Anschließend wurde eine Datensammlung angelegt, die über 18 Monate mit vielen Details zu Fahrgestellen, Aufbauten und Ausstattungen angereichert wurde. Augenmerk wurde dabei auf den Einsatz als zweiter Rettungsweg (Vorschrift der hessischen Bauordnung) und die Verwendung im Altstadtbereich gelegt.

Nach Abschluss der Informationsphase wurde am 27. Juli 2012 bundesweit ausgeschrieben. Die Angebotseröffnung Ende August 2012 führte dann zur Kombination eines Fahrgestells MAN und Metz-Aufbau (32 Meter Rettungshöhe mit Rettungskorb und seitlichem Leiterpark).

Im November 2012 stimmte der Magistrat dem Vorhaben zu, die Finanzierung war somit gesichert und die Bestellung konnte rausgehen. Nach etwa fünf Monaten wurde das Fahrgestell von MAN an Metz in Karlsruhe geliefert, wo der Auf- und Ausbau erfolgte. Die feuerwehrtechnische Beladung wird zu großen Teilen vom Vorgängerfahrzeug übernommen, was den Kostenrahmen deutlich abgesenkt hat.

In etwa zwei Wochen wird mit der Auslieferung gerechnet, dann wird eine Schulungs- und Erprobungsphase mit rund 850 Stunden erforderlich, um die neue Technik routiniert zum Einsatz zu bringen.   (st)

Quelle: op-online.de

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