Vertrag zur Nutzung des Stützpunkts

Harreshäuser Feuerwehr: Für Freizeit und Kultur

+
Die Rollläden sind unten, viel ist derzeit nicht los im ehemaligen Feuerwehrhaus. Das soll sich nun ändern.

Harreshausen - Anfang April 2011 kam das Aus für die Harreshäuser Feuerwehr – nicht unbedingt überraschend. Von Stefan Scharkopf

Bei der Jahreshauptversammlung der Gesamtfeuerwehr der Stadt hatten Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Stadtbrandinspektor Mario Wörner die Schließung der Stadtteil-Feuerwehr bekannt gegeben.

Als Ursache hierfür wurden die fehlende Wehrführung und die seit Längerem nicht mehr gewährleistete Einsatzbereitschaft genannt. Zuletzt waren es noch 14 Aktive in der Einsatzabteilung. Auch der Magistrat hatte einen Schlussstrich gezogen: Künftig stellt nun – wie berichtet – die Feuerwehr Babenhausen den Brandschutz in Harreshausen sicher. Ein paar Floriansjünger machen in der Kernstadt-Wehr mit, ebenso die Jugendfeuerwehr. Der Förderverein sowie die Ehren- und Altersabteilung sollten bestehen bleiben.

Feuerwehrhaus in der Schulstraße 8

Zurück blieb das verwaiste Feuerwehrhaus in der Schulstraße 8. Nun wird am Donnerstag, 8. November, 18 Uhr, vor Ort ein Nutzungsvertrag zwischen Magistrat und dem Feuerwehrverein über den ehemaligen Stützpunkt unter Dach und Fach gebracht. Stadtrat Volker Mürle, Vorsitzender Ulrich Hartmann und zweiter Vorsitzender Harald Berz werden den Vertrag unterzeichnen, der die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien regelt.

Die Stadt überlässt dem Verein das ehemalige Feuerwehrhaus „unentgeltlich zur alleinigen und eigenverantwortlichen Betriebsführung“. Vom Verein wird erwartet, dass der Bürgertreff „vorrangig den Bürgern und Vereinen von Babenhausen und seiner Stadtteile, insbesondere jedoch den Bürgern und Vereinen von Harreshausen zur Verfügung steht“. Das Haus soll unter anderem für allgemeine Freizeitgestaltungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden und Überparteilichkeit gewährleisten.

Räume gehören dem Eigenbetrieb

Die Räume gehören dem Eigenbetrieb, an den die Stadt die Miete und die Betriebskosten zahlt. Auch den Winterdienst und größere Reparaturen übernimmt die Stadt. Im Gegenzug trägt der Verein die Verantwortung wie bei einer eigenen Immobilie, pflegt die Außenanlagen, managt die Regelung der Öffnungszeiten sowie die Vergabe und Vermietung der Räume, hält diese sauber und erledigt kleinere Reparaturen selbst.

Der Vertrag gilt zunächst nur bis Ende März 2013. Ein aus engagierten Bürgern und verschiedenen Vereinen zusammengesetzter Trägerverein soll in Zukunft den Bürgertreff organisieren.

Das Haus musste noch 2007 saniert werden, nachdem Sturmtief „Kyrill“ das Dach beschädigt hatte. Es ist barrierefrei und verfügt über einen abschließbaren Hof, so dass sich auch kleinere Kinder gut dort aufhalten können.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare