Feuerwehrleute üben gemeinsam

Feuer im Regenbogenland

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Voll im Einsatz: Feuerwehrleute aus Harpertshausen und Langstadt bereiten den Löschangriff auf die Kita Regenbogenland in Langstadt vor.

Langstadt/Harpertshausen - Punkt 15 Uhr heulten am Samstag die Martinshörner der Feuerwehrfahrzeuge auf, die sich den Weg zur Kindertagesstätte „Regenbogenland“ im Breuberger Weg in Langstadt machten.

Zum Glück nur eine gemeinsame Übung der Wehren von Harpertshausen und Langstadt. Angenommen wurde ein Brand im Obergeschoss. Eingebunden in das Szenario waren auch Kinder und Mitarbeiterinnen der Kita, um das Geschehen möglichst realistisch darzustellen – auch als Übung für die Erzieherinnen. Wie der Langstädter Wehrführer Jens Rodenhäuser berichtete, hatten die beiden Wehren bereits am Freitagabend damit begonnen, für die Ausbildungsziele „Technische Hilfeleistung“ und „Belüftungstechniken bei Brandangriffen“ zu üben.

Am Einsatzort wurden die rund 30 Aktiven über ihre bevorstehenden Aufgaben informiert und die Voraushelfer, Atemschutztrupps und Löschteams instruiert, wo genau sie eingreifen mussten. Da der Übungsplan vorgab, dass sich auch vier oder fünf Kinder noch im Gebäude aufhalten, die gerettet werden mussten, legten fünf Voraushelfer mit spezieller Sanitätsausbildung einen Verbandplatz an und die Männer des Atemschutztrupps durchsuchten das Gebäude und konnte die „Verletzten“ schließlich der Erstversorgung übergeben. Andere Kameraden bauten die Schlauchstrecken auf, schlossen die Pumpen an den Hydranten an und richteten die Rohre auf das Gebäude. Danach kam noch eine Lüftungsmaschine zum Einsatz, die lautstark den Rauch aus dem Gebäude saugte.

Das ganze Geschehen wurde vom Langstädter Feuerwehrmann Frank Bourhofer über Mikrofon kommentiert und so konnten sich die zahlreichen Beobachter ein Bild davon machen, wie bei einer solchen Übung alle Aktiven trotz unterschiedlicher Arbeitseinsätze als ein gemeinsames Team agierten.

Bilder: Übung der Feuerwehren Langstadt und Harpertshausen

Für die Mitarbeiter der Kita galt es an dem Tag auch das schnelle Räumen des Gebäudes mit den Kindern zu üben. Kita-Leiterin Christine Schmidt berichtete, dass es auch darauf ankommt, dass die Kommunikation zwischen dem Personal und den Einsatzkräften der Feuerwehr reibungslos verläuft. Viel zu tun hatten die Sanitäter, denn es meldeten sich viele Kinder, die auch mal „verbunden werden wollten“.

Rund 60 Minuten nach dem Ausrücken konnten die Feuerwehrfrauen und -männer erschöpft und schweißgebadet endlich aus ihren feuersicheren Monturen schlüpfen, die Einsatzgerätschaften wieder zusammenpacken und unter großem Applaus der Zuschauer zurück zu ihren jeweiligen Spritzenhäusern fahren. (zwk)

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Quelle: op-online.de

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