Feurige Tänze zu kalten Briketts

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Die Kapelle traf in diesem Jahr den Nerv der Gäste beim Ball der „Vielharmonie“. Vergnügt wurde bis in die Nacht getanzt.

Babenhausen ‐ Rund 270 Gäste tanzten vergnügt beim traditionellen Ball der „Vielharmonie“ am Samstag in der Stadthalle zu den Klängen der Odenwälder Showband „Lärmfeuer“. „Es sind ein paar Besucher weniger als in manchen Vorjahren. Von Petra Grimm

Die meisten sind Stammgäste, einige Leute kommen bis aus Rödermark, Groß-Umstadt oder auch Bensheim“, sagte Helma Kloos, die den Vorverkauf und die Abendkasse beim Sängerball gemanagt hatte. Die Vereinsvorsitzenden Fritz Richter vom Volkschor Sängerbund und Manfred Kunkel vom Gesangverein Eintracht zeigten sich zufrieden mit der Resonanz auf die Einladung zum 15. gemeinsamen Ball. Sie begrüßten allerlei Prominenz wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin, Stadtverordnetenvorsteher Rüdiger Manowski, den Sängerkreis-Geschäftsführer Edgar Rosskopf und die ehemalige Sängerkreisvorsitzende Christine Riedrich.

Bevor das Parkett für das Tanzvergnügen frei gegeben wurde, sorgten die Chöre noch für Unterhaltung. Der Männerchor der Eintracht, der von Patrick Lagerpusch dirgiert wird, sang gekonnt den „Slowenischen Weinstrauß“. Der gemischte Chor des Volkschors, dirigiert von Anne Paul, bot schwungvoll „Sambalene kleiner Chico“ ehe der Frauenchor „Women and Voices“ dem Publikum mit dem Lied „Chilli con Carne“ einheizte.

Die stimmgewaltigen Damen des Eintracht-Frauenchores unter dem Vorsitz von Elfriede Hofmann, die von Rodrigo Affonso geleitet werden, waren auch für die Dekoration im Saal im Einsatz gewesen. Die war bemerkenswert, denn in der Mitte der runden Tische waren zwischen drapierten Blumen auch einige Briketts aufgestapelt. „Wer vor 80 Jahren zu einem Ball ging, musste Heizmaterial mitbringen. Wir haben es gleich auf die Tische gelegt. Das heißt aber umgekehrt jetzt nicht, dass wir erwarten, dass sie die Briketts heute Nacht mit nachhause nehmen“, scherzte Fritz Richter bei der Begrüßung. „Wenn vor 20 Jahren einer vorgeschlagen hätte, wir dekorieren die Tische mit Briketts, den hätte man doch für verrückt erklärt. Da sieht man, wie sich die Zeiten ändern“, kommentierte Manfred Kunkel mit einem Augenzwinkern das originelle Arrangement auf den Tischen.

Heiß war auch die Darbietung der TVB Tanzsportgruppe, die zu vorgerückter Stunde mit lateinamerikanischen Tänzen ihr Können zeigte. Einen unterhaltsamen Programmpunkt zwischendurch gab es traditionell beim Sängerball. Die gemeinsame Organisation der beiden Vereine hat wieder gut geklappt. Da hat man ja inzwischen Routine. „Es gibt im Herbst eine gemeinsame Vorstandssitzung, da wird eine Checkliste abgearbeitet“, sagte Manfred Kunkel. Die Aufgaben werden verteilt, beim Auf- und Abbau packen die Mitglieder beider Vereine mit an.

Mit der Auswahl der Kapelle hat man im Vergleich zum vergangenen Jahr wohl ein besseres Händchen bewiesen. Da hatte es Klagen gegeben. „Die Musik der Band vom Vorjahr hatte für Missmut gesorgt. Die waren auch nicht richtig eingespielt“, sagte Fritz Richter. Und die passende Musik, die den Geschmack der Gäste trifft, ist natürlich wichtig bei einem Ball.

Zu den Stammgästen gehörten auch die beiden Babenhäuser Northild und Waldemar Jeske. Das Ehepaar freut sich jedes Jahr auf den Sängerball in der Stadthalle. „Es geht uns ums Tanzen und um die Geselligkeit. Man trifft immer viele Leute“, sagt Northild Jeske. Die beiden genießen es auch, sich schick zu machen und Abendgarderobe zu tragen. „Man fühlt sich einfach ganz anders als in den Gartenklamotten“, scherzt Waldemar Jeske.

Quelle: op-online.de

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