Der Luftsportclub braucht bis zum Sommer 2018 einen neuen Flugplatz

Fliegerei in Babenhausen am Ende?

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Bis zum Sommer 2018 darf der Luftsportclub den Flugplatz am ehemaligen Kasernengelände noch nutzen. Und dann?

Babenhausen - Das Gelände der früheren US-Kaserne, an dem der Babenhäuser Flugplatz liegt, soll verkauft werden. Deshalb wurde dem Luftsportclub die Nutzungsmöglichkeit gekündigt. Der Vorstand überlegt nun, wie es mit der Fliegerei weitergehen soll.

Noch starten und landen Sportflugzeuge in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Kaserne. Das erste hob 1923 ab, 2018 wird das letzte landen. So will es eine Investorengruppe, bestehend aus der Aumann GmbH aus Babenhausen sowie der Revikon GmbH aus Gießen. Auf dem ehemaligen Militärgelände sollen Wohn- und Gewerbeflächen entstehen, ihre künftigen Eigentümer nicht von Fluglärm gestört werden. Deshalb erlischt zum 30. Juni 2018 die Nutzungserlaubnis, die der Luftsportclub (LSC) seit 60 Jahren für den Flugplatz hat. Wie geht es weiter mit der Fliegerei in Babenhausen? Der LSC hat nun rund anderthalb Jahre Zeit diese Frage zu klären. Ihr Hobby wollen die Mitglieder nicht einfach so aufgeben.

Der Vereinsvorstand hat bisher Gespräche mit Beteiligten aus Behörden und Politik geführt, die Verständnis für seine problematische Lage gezeigt haben; die Gespräche mit den Investoren seien ebenfalls gut verlaufen, berichtet Geschäftsführer Wolfgang Fuchs: „Auch wenn die Lage schwierig ist, freuen wir uns über die positive Rückmeldung der Investoren, das Fluggelände eventuell länger nutzen zu können, sollte der Baufortschritt dies erlauben.“ Eine Schließung des aktuellen Fluggeländes ist jedoch unabwendbar. Deshalb steht die Fliegerei in Babenhausen aber nicht zwangsläufig am Ende.

Der LSC überlegt fieberhaft, was machbar ist, um den Verein zu erhalten. Möglich erscheinen den Verantwortlichen zum Beispiel Kooperationen mit anderen Flugplätzen und Vereinen sowie die Nutzung einer Ersatzfläche. „Anders als wir anfangs dachten, ist der dauerhafte Umzug auf einen der nahegelegenen Flugplätze als eigenständiger Verein keine Option“, sagt der Vorsitzende Wulf Heintzenberg. Der Verein habe Flugzeuge, für die keine Stellplätze in der nahen Umgebung vorhanden seien, außerdem einen umfassenden Flugbetrieb. So sei die Verlegung des kompletten Fluggeländes eine wünschenswerte Alternative, die zu prüfen ist.

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Auch dafür haben die Investoren dem Verein Unterstützung signalisiert. Daniel Beitlich, Geschäftsführer der Revikon GmbH, sagt: „Als Investoren und Projektentwickler tragen wir bei der Umsetzung unserer Vorhaben große Verantwortung, der wir uns bewusst sind. Für den LSC Babenhausen ist die Lage sicherlich schwierig, aber wir freuen uns über die konstruktive Atmosphäre unserer Gespräche und werden die Flieger nach Kräften unterstützen.“ Und Wulf Heintzenberg versichert: „Wir werden alle Möglichkeiten prüfen, um den Mitgliedern die Ausübung ihres Hobbys zu ermöglichen und die Jugendarbeit fortzusetzen.“

Näheres zum LSC sowie zur Geschichte des Luftsports in Babenhausen unter www.lsc-babenhausen.de. (rin)

Quelle: op-online.de

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