Sportlich lässt der TV das Jahr ausklingen

Flirten beim Silvesterlauf

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Insgesamt mehr als 100 Läufer gingen beim Silvesterlauf an den Start.

Babenhausen - Am letzten Tag des Jahres ist um 14 Uhr im Eppertshäuser Weg unweit des Reitvereins richtig Betrieb: Zahlreiche Personen in Sportkleidung und Laufschuhen kommen zu Fuß oder mit dem Auto zur dortigen Schutzhütte. Von Michael Just 

Es werden Holzscheite für einen Grill aufgetürmt, in der Hütte packen Alice Sauer und Christa Höhn über 80 Tassen aus und stellen sie nebeneinander zum Befüllen auf. Mithilfe von Gas wird Glühwein in großen Töpfen heißgemacht.

Die Schar, die hier zusammenkommt, will keinesfalls lethargisch ins neue Jahr. Für sie hat der Lauftreff des TV Babenhausen mit dem Silvesterlauf ein Angebot kreiert. Das gibt es nicht erst seit gestern. „Erst war der Lauf nur intern, dann kamen weitere Interessierte dazu. Mittlerweile kommen die Leute sogar aus der Nachbarschaft“, weiß Organisatorin Heike Noll. Diese Passion belegte nun Gunter Schimpf besonders deutlich: Um 12 Uhr lief er aus dem Groß-Umstädter Stadtteil Heubach los, um 13.30 Uhr kam er in Babenhausen an. Nach kurzer Pause wurde um 14 Uhr weiter gejoggt. Zurück ging es dann im Auto seiner Frau, die ebenfalls mitlief. Das Paar verbindet mit dem Silvesterlauf ganz besondere Erinnerungen. „Hier haben wir vor vier Jahren das erste Mal geflirtet“, erzählen die beiden. Vor zwei Jahren gab man sich das Ja-Wort.

Neben der Körperertüchtigung schätzen viele Teilnehmer die Atmosphäre, die der Lauf bietet. Dazu gehört unter anderem der Beitrag von Förster Thomas Schmalenberg, der Bratwürste, darunter vom Wildschwein, für die Aktiven grillt. Fast liebevoll reichen Alice Sauer und Christa Höhn Glühwein sowie Orangensaft an die zurückgekehrten Läufer, die durch diese aufmerksame Betreuung noch mehr Glückshormone aufbauen. Thomas Schmalenberg macht sich sogar im Vorfeld die Mühe, mit kleinen Hinweisschildern im Boden die vier zur Auswahl stehenden Strecken von vier, sechs, sieben und zehn Kilometer, zu markieren. „2012 haben wir die Distanzen für Spaziergänger, Walker und Läufer breit aufgestellt. Seitdem stieg der Zuspruch“, erklärt Noll.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Ein Großteil der Bewegungswilligen besteht aus Personen, die regelmäßig laufen und raus aus der Komfortzone wollen. Dazu zählten beim Silvesterlauf auch Marina Roseboom und Ute Wolf. Die beiden Frauen, 55 und 45 Jahre alt, arbeiten zusammen bei einer Bekleidungsfirma in Groß-Ostheim. Im Betrieb existiert ebenfalls eine Laufgruppe. Da Roseboom in Babenhausen wohnt, bot sie der Kollegin an, sportlich das Jahr zu beenden. „Da habe ich ja gesagt. Die Vorbereitungen für heute Abend sind ohnehin abgeschlossen“, berichtet Wolf über ihre Premiere beim Silvesterlauf und dass ihr dieser keinen Stress für das Folgeprogramm – eine Privatfeier im kleinen Kreis – beschert. Auch Müdigkeit wird von den Frauen nicht befürchtet: „In meinem Fall lade ich die Batterie eher auf. Das macht den Kopf frei“, so Roseboom lachend. Ergänzend schätzt sie das Teilnehmerfeld aus allen Altersklassen und den lockeren Plausch, der sich mit vielen ergibt. „Die Veranstaltung tut jedem irgendwie gut“, resümiert sie.

Quelle: op-online.de

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