Weißner setzt auf Gespräche

Förderverein fürs Freibad gegründet

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Ob der Graffiti-Hummer am Schwimmbad auch im kommenden Jahr Besucher begrüßt, ist noch unklar. Der am Mittwochabend gegründete Förderverein wird sich jedenfalls dafür mächtig ins Zeug legen.

Babenhausen - Spenden akquirieren und die Attraktivität steigern hat sich der nun gegründete Förderverein fürs Schwimmbad auf die Fahnen geschrieben. Noch ist die Zukunft des Freibades unklar. Von Norman Körtge 

Es ist vollbracht – das Babenhäuser Schwimmbad hat seit Mittwochabend offiziell einen Förderverein. Zur Gründungsversammlung waren in den „Roten Hahn“ zirka 30 Bürger gekommen, wie Dirk Weißner berichtet, der erwartungsgemäß zum Vorsitzenden gewählt wurde. „Ich bin kein Mann der großen Worte, sondern der Taten“, sagte er nach der kurzen und kompakten Versammlung. Angesprochen auf die angedachten Einsparungen Sparmaßnahmen beim Schwimmbad fand er aber deutliche Worte. Es seien Maßnahmen, die eher nach Schließung statt nach Attraktivitätssteigerung aussehen. Aber Weißner ist und bleibt kämpferisch: „Ich hätte nicht den Förderverein ins Leben gerufen, wenn ich nicht an die Zukunft des Schwimmbades glauben würde.“

Der Vorstand des Förderveins: Beisitzer Christoph Weißner (von links), Vorsitzender Dirk Weißner, stellvertretende Vorsitzende Monika Heinlein, zweite Rechnerin Ilka Flemming, Beisitzerin Juliane Lautenschläger, Rechner Bernd Kniese und Schriftführer Ricardo Garcia.

Oberste Priorität habe für ihn und den Förderverein, dass das Schwimmbad nicht, wie zuletzt im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt, an drei von sieben Wochentagen geschlossen bleibt. Auch der Verzicht auf die Badewassererwärmung solle überdacht werden, so Weißner. Hoffnungsvoll stimmt den Fördervereinsvorsitzenden, dass es bereits einen Termin mit Vertretern der Fraktionen gibt – noch vor der dann wahrscheinlich entscheidenden Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag, 15. Dezember, ab 19.30 Uhr im Rathaus. Vielleicht könne man im Gespräch das ein oder andere abwenden oder abmildern, so Weißner. Guter Dinge ist er auch, weil er ein gutes Vorstandsteam an seiner Seite weiß mit weitreichenden Netzwerken. Seine Stellvertreterin Monika Heinlein ist CDU-Stadtverordnete, Beisitzerin Juliane Lautenschläger ist die Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe und zweite Rechnerin Ilka Flemming ein engagiertes Mitglied  beim TV Babenhausen.

Aber auch die Bürgerschaft nimmt Weißner in die Pflicht. Er habe im Sommer 3 000 Unterschriften für den Erhalt des Schwimmbades gesammelt. „Wenn die Hälfte davon jetzt auch eine Dauerkarte für nächste Saison kauft, wäre das ein gutes Zeichen“, rührt er die Werbetrommel für die Freizeiteinrichtung.

Fotos: Ferienspiele Babenhausen zu Gast im Freibad

Ob das Schwimmbad im kommenden Jahr wieder eröffnet, ist nach wie vor in der Schwebe. Die Kosten für das Schwimmbad um 150.000 Euro zu drücken, lautet der Auftrag an den Magistrat, den das Stadtparlament im September mit knapper Mehrheit erteilte. Auf zirka 105.000 Euro kommen die bisherigen Leistungsverzichte, die Bürgermeister Knoke mit dem Betreiber (Bäderservice Kahl) bislang besprochen hat. Darunter eben auch die Schließung an drei von sieben Wochentagen, verkürzte tägliche Öffnungszeiten und Saisonende Mitte August. Offen ist, in welcher Höhe die Eintrittspreise angehoben werden könnten und wie lange die Vertragslaufzeit mit dem Bäderservice sein soll.

Quelle: op-online.de

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