Fränkischer Bauer als Namensgeber

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Der geschäftsführende Vorstand des neu gegründeten Vereins besteht aus dem Vorsitzenden Achim Knick (hinten rechts), seiner Stellvertreterin Maren Gatzemeier (vorne links), Schriftführerin Sabine Walz und Kassenwart Kilian Kumpf.

Hergershausen - Der Trägerverein, der die zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaute Alte Schule in Hegershausen verwalten soll, ist gegründet. Am Samstagnachmittag - nach einem gut besuchten Tag der Offenen Tür in dem anlässlich der Dorferneuerung sanierten Gebäude - wurde der Verein von 21 Bürgern offiziell ins Leben gerufen. Von Petra Grimm

Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder den 49-jährigen Achim Knick, der als IT-Manager beim Konzern der Deutschen Telekom arbeitet. Seine Stellvertreterin ist Maren Gatzemeier, Schriftführerin Sabine Walz und Kassenwart Kilian Kumpf. Die Kasse werden Ulrike Gaube-Franke und Evelyn Pfeiffer prüfen.

Zunächst gab es eine Diskussion über Ziele und Namen des Vereins. Unter den zahlreichen bei einem Wettbewerb eingereichten Namen für den Verein entschieden sich die Mitglieder schließlich für „Herigar“. Dieser Vorschlag, der den Namen des Dorfgründers aufgreift, kam von Mathias Brendle. Wie in dem Buch „Hergershausen - Vom Haufendorf zum Stadtteil“ von Inge und Harald Heckwolf nachzulesen ist, ist die Siedlung Hergershausen wohl aus dem Wohnsitz eines begüterten fränkischen Bauern oder Kriegers mit Namen Herigar entstanden. Der enge Bezug des Vereins zum Dorf und seiner Geschichte spiegelt sich so in dem Namen wider.

Verein soll dörfliche Identität stärken

In einer Satzung werden als Zweck des Vereins „der Aufbau einer wirtschaftlichen und sinnvollen Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses sowie der Betrieb im gemeinnützigen Sinne“ genannt, außerdem „Erhalt und Stärkung der dörflichen Identität zur Förderung der Attraktivität des ländlichen Raumes“ und als dritter Punkt „Organisation, Veranstaltung, Durchführung von gesundheitsfördernden, sportlichen und kulturellen Events über alle Altersgruppen hinweg“.

Erreichen will man dies hauptsächlich durch Jugendförderung, Bildung und Weiterbildung der älteren Generationen, Förderung des Miteinanders von Jung und Alt und des aktiven Natur- und Landschaftsschutzes durch Anlage und Pflege von öffentlichen Grünanlagen, Streuobstwiesen und anderes. Der Verein will sich für die Produktion und Verbreitung heimischer Produkte einsetzen und außerdem die internationale Begegnung von Jung und Alt beispielsweise durch Bildungsreisen unterstützen. Die Nutzung der „Alten Schule“ in Hergershausen als Dorfgemeinschaftshaus ist ein Ziel des Vereins. Sein Zweck ist aber nicht ausschließlich an die Gebäudenutzung gebunden.

Stadt gibt 15000 Euro dazu

Jetzt müssen wir den Verein beim Amtsgericht eintragen lassen und beim Finanzamt die Gemeinnützigkeit beantragen“, sagte die zweite Vorsitzende Maren Gatzemeier. Ein markantes Logo soll schließlich auch noch entworfen werden.

Für die Möblierung des historischen Gebäudes und die Einrichtung der Küche erhält der Verein von der Stadt 15000 Euro. Hier sind sicher weitere Spenden aus der Bevölkerung nötig.

Quelle: op-online.de

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