Programm des Frauenforums

Von Babysitting bis Kabarett

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Frauenforum begrüßt das neue Jahr und stellt sein Angebot fürs erste Halbjahr vor. Vier junge Flamenco-Tänzerinnen unterhielten die Gäste beim Neujahrsempfang des Frauenforums.

Babenhausen - Mit Fächern und wehenden Röcken wirbelten die vier jungen Flamenco-Tänzerinnen der von Nicole Schmiedecke gegründeten und trainierten Gruppe „Estrella“ durch den kleinen Sitzungssaal im Rathaus. Von Petra Grimm 

Dem mitreißenden, optischen Augenschmaus vorausgegangen war ein akustischer Genuss. Das Langstädter Ausnahmetalent Julia Lange und ihr Lehrer Stephan Werner hatten das Publikum mit Stücken von Paco de Lucia, dem Großmeister der Flamenco-Gitarre, begeistert. Viel Applaus belohnte sowohl die Tänzerinnen als auch die beiden Gitarren-Künstler beim Neujahrsempfang des Babenhäuser Frauenforums am Sonntagvormittag.

Die beiden Vorstandsfrauen Rosi Coutandin und Maria Steinmetz-Hesselbach stellten das für das kommende Halbjahr geplante Bildungs-, Beratungs- und Kulturangebot vor. Das ist wie in den vergangenen zehn Jahren breit gefächert. Auch im elften Jahr seines Bestehens bietet das 36 weibliche Mitglieder zählende Frauenforum neben Kunst und Kultur Beratung bei persönlichen Problemen an. „Dabei können wir keine Patentrezepte liefern, aber gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen.

Sprachrohr für Frauen

Die meisten Anfragen drehen sich um Familie, Erziehung und Trennung oder Scheidung“, sagte Maria Steinmetz-Hesselbach, die die Bedeutung des Frauenforums, „als Sprachrohr für die Bedürfnisse von Frauen“ betonte. Sie trat damit der gelegentlich geäußerten Meinung entgegen, Frauen seien heute doch so emanzipiert und bräuchten diese Form der Unterstützung nicht mehr. Mit Blick auf den Rentenausgleich, die Anzahl der Frauen in Chefetagen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei diese Interessenvertretung auf jeden Fall noch nötig. „Ich hoffe selbst, dass wir in zwanzig Jahren sagen können, uns braucht man nicht mehr“, sagte sie.

Neu dazu gekommen zum bisherigen Aufgabengebiet der engagierten Frauengruppe ist im vergangenen Jahr die Kindertagespflegevermittlung. „Wir bieten im Namen der Stadt eine Anlauf-stelle für die Eltern von U3-Kindern, die eine Betreuung suchen. Wir beraten und informieren. Wir sind eine Schnittstelle zwischen Eltern, Tagesmüttern und – vätern und Fachstellen“, sagte Steinmetz-Hesselbach. Im Laufe des Jahres soll der Betreuungsservice weiter ausgebaut und eine Babysittervermittlung eingerichtet werden. Interessierte Jugendliche ab 15 Jahren können sich mit dem Frauenforum in Verbindung setzen.

Kreativität beim Workshop

Die Möglichkeit der Begegnung in ungezwungener Runde bietet das offene Frauenfrühstück, das am 1. Februar und am 12. Juli in den Räumen des LebensMittelPunktes wieder stattfindet. Beim Blick auf das Kunst- und Kulturprogramm fällt auch Humorvolles ins Auge. So verspricht das „Nachweihnachtliche Wichteln“, am 20. Januar um 19.30 Uhr im i-Punkt im Rathaus einen lustigen Abend, bei dem jeder ein Weihnachtsgeschenk, mit dem er nichts anzufangen weiß, gegen ein anderes eintauschen kann. Kreativität wird beim Workshop „Gestalten mit Ton“ gefördert und ganz praktische Alltagshilfe wird ein Computerkurs für ältere Frauen bieten. Ein wichtiges Thema greift der Informationsabend über Altersvorsorge und Vollmachten heraus. Fit für den Job sollen die Seminare „Bewerbertraining“, „Business Knigge“ und ein Kurs über die Geheimnisse nonverbaler Kommunikation machen.

Tipps über Ernährung und Gesundheit und über das Ausmisten von Wohnung oder Kleiderschrank werden an zwei Abenden ebenfalls angeboten. Als Höhepunkt des Halbjahresprogramms bietet das Frauenforum wieder einen Kabarett-Abend zum Internationalen Frauentag am Samstag, 8. März, um 19.30 Uhr in der Stadtmühle. Weitere Informationen über die genannten und weitere geplante Veranstaltungen bietet ein Faltblatt. Das Frauenforum ist außerdem im i-Punkt vertreten, und zwar montags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Kontakt per Telefon, 06073/60285, oder E-mail: frauenforum@babenhausen.de, ist ebenfalls möglich.

Quelle: op-online.de

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