Zwei mögliche Sponsoren für warmes Wasser gefunden

Freibad attraktiver machen

Babenhausen - Wenn das Freibad Babenhausen am 1. Mai erstmals in diesem Jahr seine Pforten öffnet, hat der Förderverein bereits einiges geleistet und auf die Beine gestellt.

Eine Welle des Engagements hat er ausgelöst: der neue Förderverein Freibad Babenhausen. Zur Infoveranstaltung, wie es in der neuen Saison mit der beliebten Freizeiteinrichtung weitergeht, kamen rund 50 Bürger ins evangelische Gemeindehaus – etliche signalisierten Bereitschaft mitzumachen, um die Attraktivität des Bades zu steigern. Oder als Sponsoren aufzutreten. Denn die tun Not, will man ab 1. Mai, wenn das Freibad öffnet, in 20 bis 23 Grad warmem Wasser abtauchen.

Bürgermeister Joachim Knoke ein Dauergast in Babenhausens Freibad? Den Prototyp der brandneuen Dauerkarte stellte Fördervereinsvorsitzender Dirk Weißner vor.

Denn: Wegen der Sparvorgaben aus der Politik (2017 soll das Baddefizit um 50.000 Euro gedrosselt werden), bleibt die Heizung in den Becken aus. „Insbesondere das Aufheizen des Wassers kostet viel Energie“, erklärte Dirk Weißner, Vorsitzender des vier Monate jungen Fördervereins: „Insgesamt kostet das Beheizen des Wassers 25.000 Euro in der Saison, 250 Euro pro Tag.“ Mit der abgedrehten Heizung habe die Stadt bereits die Hälfte des Sparziels erreicht – aber auch die Attraktivität des Bades beschnitten. Zwei Sponsoren hat der Förderverein nun glücklich an der Angel, die einspringen würden. Es sei noch nichts in trockenen Tüchern, „aber wir sind optimistisch“, so Dirk Weißner. Er stellte klar, dass der Betrieb des Schwimmbads auch weiterhin vom Bäderservice Kahl gestemmt wird, Eigentümer der Immobilie sei die Stadt. Doch der Verein ist flankierend mit im Boot und hat mit der Stadt einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Nachdem im Vorjahr sogar Gerüchte kursierten, das Freibad würde geschlossen, der Spardruck aus der Politik immens war, gebe es nun viele positive Signale. Hintergrund: Das Schwimmbaddefizit liegt bei 650.000 Euro jährlich, wobei allein auf Verbindlichkeiten 300.000 Euro entfallen, die Betriebskosten liegen bei 350.000 Euro. Nicht viel, wie der Förderverein nach Recherche im Umland resümiert. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Joachim Knoke sei hervorragend, so der Vorsitzende. Selbst skeptische Politiker ließen sich auf der Welle mitnehmen, das Bad nicht nur zu erhalten, sondern attraktiver zu machen. Dazu trägt auch der Wechsel beim Betrieb des Schwimmbadkiosk bei. Der neue, sehr engagierte Pächter Gerhard Büchner habe einen Vertrag mit der Stadt unterzeichnet.

Der Förderverein ist auf 155 Mitglieder angewachsen. Ein Ziel sei auch, die Einrichtung mit besserem Freibad-Marketing zu bewerben. Vier Veranstaltungen hat der Förderverein auf der Agenda. Am 24. Juni ist ein Beachvolleyballturnier geplant, am 19. August die Kombination Q-Bar plus Nachtschwimmen. Für das Nachtschwimmen plus Live-Musik sowie den Schwimmabzeichentag gibt es noch keine Termine. Aus Spargründen wurde die Fahrradwache, Aquagym und die Poolparty gestrichen. Dafür könne sich Besucher über freies WLAN freuen. (ula)

Quelle: op-online.de

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