Freibaderöffnung mit warmem Wasser

Conny geht an Bord der Jenny

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Entlang des ehemaligen Küstenmotorschiffs „Jenny“ kann ab kommenden Montag wieder geschwommen werden.

Babenhausen - Der Blick auf die Wetterprognose für kommende Woche macht Hoffnung – bis zu 20 Grad sind vorhergesagt. Allerdings noch nicht am 1. Mai-Feiertag, wenn die ersten Schwimmer im Freibad ihre Bahnen ziehen werden. Von Norman Körtge

Höchstwahrscheinlich deutlich wärmer als die Außentemperatur dürfte am Montag, 1. Mai, das Wasser im Freibad sein. Auf 23 Grad hofft Fördervereinsvorsitzender Dirk Weißner, wenn um 9 Uhr nach der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Joachim Knoke die ersten Wagemutigen ihre Bahnen schwimmen werden. Wie berichtet, hatte der Förderverein dank Sponsoren sowie dem Entgegenkommen der Lokalpolitik, die zuletzt auf Antrag der CDU 10.000 Euro für den Betrieb der Wasserheizung zur Verfügung stellte, erreicht, dass niemand in eiskalte Fluten springen muss.

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Aber nicht nur der Förderverein möchte in den kommenden Monaten mit neuen Ideen wie einem Beachvolleyballturnier und einem Q-Ba- Abend mit südamerikanischer Musik ins Freibad locken, sondern auch Gerhard Büchner. Der Inhaber des Hotel-Restaurants „Schwartzer Löwe“ in der Altstadt ist der neue Pächter des Kioskes auf dem ehemaligen Küstenmotorschiff „Jenny“. Er selber werde dort allerdings nicht an der Theke stehen, wie er auf Anfrage berichtet. Dafür habe er Conny Keim – ehemals „Conny’s Diner“ – angestellt. Unter anderem Schnitzel würden aus der Küche des „Schwartzen Löwen“ geliefert, Hamburger und Salate vor Ort frisch gemacht, sagt Büchner über das Essensangebot, das er zu familienfreundlichen Preisen anbieten möchte. Zum neuen Konzept gehöre auch eine zweite Ausgabestelle abseits der „Jenny“. „Im Sommer hat man auf dem Schiff ewig angestanden“, erinnert er sich. Nun entstehe an dieser zweiten Ausgabestelle „Babenhausens schönster Biergarten“, wie Büchner meint und voller Vorfreude ankündigt.

Mit an Bord ist in diesem Jahr auch wieder der Bäderservice Kahl, der das Schwimmbad betreibt. Ob das Team um Dalila Kahl auch 2018 noch in Babenhausen tätig sein wird, steht allerdings in den Sternen. Denn laut Stadtverordnetenbeschluss aus dem vergangenen Jahr ist der Magistrat aufgefordert, dass Schwimmbad kostengünstiger zu betreiben. Zuletzt betrug der Zuschuss 650.000 Euro. Die CDU/FWB-Mehrheit hatte beschlossen, dies um 150.000 Euro zu reduzieren. Ein erster Schritt durch die Erhöhung der Eintrittspreise und den Wegfall von Angeboten ist bereits getan. Kosteneinsparungen werde sich allerdings auch durch ein neues Betreibermodell versprochen. Wie Bürgermeister Knoke auf Anfrage mitteilt, gebe es zwei oder drei Ideen – ohne derzeit konkreter zu werden. Nach jetzigem Stand der Dinge halte er allerdings immer noch den Bäderservice Kahl für die beste Wahl.

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Indes macht Dalila Kahl deutlich, dass sie sich auf eine Hängepartie wie im vergangenen Jahr nicht einlassen werde. „Von unserer Seite aus wird es diesmal keine Verlängerung der Kündigungsfrist geben.“ Der Bäderservice hatte 2016 wegen der politischen Verhandlungen entgegenkommen signalisiert und die jährliche Kündigungsfrist Ende September verlängert. „Wir haben bereits Anfragen von anderen Schwimmbädern“, so Kahl.

Quelle: op-online.de

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