Betreiber bietet neuen Kündigungstermin an

Freibad-Gutachten liegt vor: Beim Personal keine Ersparnis

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Entlang der „Jenny“ können am Samstag, 23. Juni, bis 23 Uhr beim Nachtschwimmen Bahnen gezogen werden.

Babenhausen - Lange hat die Verwaltung darauf warten müssen, nun liegt es vor: Das Gutachten über den Personal- bedarf im Freibad. Indes hat der Bäderservice Kahl ein Schreiben an den Magistrat geschickt. Von Norman Körtge

Der Betrieb des Freibades soll für 2019 neu ausgeschrieben werden. Daran führt kein Weg vorbei, nachdem die Stadtverordneten bereits im vergangenen Spätsommer mehrheitlich den entsprechenden Beschluss gefasst hatten. Bislang ist dies, wie berichtet, nicht geschehen. Der Grund dafür war ein zwar in Auftrag gegebenes, aber lange überfälliges Gutachten gewesen, das unter anderem die personelle Ausstattung untersuchen sollte. Nun liegt es vor, wie Bürgermeister Joachim Knoke (SPD) auf Anfrage bestätigt. Die Kernaussage: In der Personalstärke liegt kein Konsolidierungsvolumen vor. Soll heißen, dass der Betrieb des Schwimmbades, so wie ihn derzeit der Bäderservice Kahl vollführt, nicht mit weniger Personal gestemmt werden kann, daher an dieser Stelle auch keine Kosten gespart werden können. Demnach könne mit dieser Erkenntnis nun auch eine Neuausschreibung erfolgen.

Auf dieser besteht auch der Bäderservice Kahl – und bringt sich in Position. In einem Schreiben an den Magistrat weist das Aschaffenburger Unternehmen – das auch die Schwimmbäder in Dreieich und Mühlheim betreibt – darauf hin, dass, wenn es in den kommenden Wochen nicht zu einer Ausschreibung kommt, es nicht gewillt ist, den jährlich Ende September auslaufenden Vertrag seinerseits automatisch zu verlängern. Dalila Kahl, die seit 26 Jahren das Babenhäuser Freibad betreibt, erklärt auf Nachfrage, dass der Grund für ihr Schreiben unter anderem in der derzeitigen Marktsituation begründet ist. Wie berichtet, herrscht ein großer Fachkräftemangel in der Schwimmbadbranche. Dementsprechend viele Anfrage erreichen sie. Um auch ihren Mitarbeitern eine gewisse Sicherheit und Perspektive geben zu können, gerade auch wegen der seit zwei Jahren andauernden Diskussion in der Lokalpolitik um den Schwimmbadbetrieb und die damit verbundenen Kosten, möchte sie nun Klarheit haben. Und sie gewährt der Stadt dabei sogar Zeit und bietet an, den Kündigungstermin auf den 15. Februar kommenden Jahres zu legen. So hätten sowohl die Stadt als auch ihr Unternehmen ausreichend Zeit, um Klarheit für die kommende Saison zu schaffen.

Die 25 Badeseen und Freibäder in der Region

Mit der geplanten Sanierung des Kleinkindbereichs geht es indes voran. Vor allem hinsichtlich der Finanzierung. In der vergangenen Woche seien erste Infos zu den Förderungen des Landes veröffentlicht worden, mit denen die Verwaltung nun arbeitet, informiert Knoke. Mit dem Investitionsprogramm des Landes befasst sich auch ein CDU-Antrag, der heute Abend auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung im Rathaus steht.

Quelle: op-online.de

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